ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2011iPhone-App: Bilddatenbank der Augenheilkunde

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iPhone-App: Bilddatenbank der Augenheilkunde

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Die weltweit größte Bilddatenbank der Augenheilkunde „Atlas of Ophthalmology“ ist jetzt auch mobil als App zugänglich. Mit nur einem Klick können sich Ärzte, Medizinstudierende und gesundheitsinteressierte Laien mehr als 6 000 klinische Krankheitsbilder auf ihr iPhone holen. Mediziner haben somit hilfreiche Informationen für Blickdiagnosen, Diagnosebestätigungen oder auch zur Patientenaufklärung immer dabei.

Abbildungen aus der iPhone-App des „Atlas of Ophthalmology“: links eine Glaukom-Falldarstellung, rechts ein Bild zum Morbus Stargardt
Abbildungen aus der iPhone-App des „Atlas of Ophthalmology“: links eine Glaukom-Falldarstellung, rechts ein Bild zum Morbus Stargardt

Entwickelt wurde die iPhone-Applikation im Rahmen eines Förderprojekts im Spitzencluster Medizintechnik Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg von der Voigtmann GmbH und dem Verlag Onjoph.com, der auch den Internetatlas herausgibt. Die der App zugrundeliegende Technologie wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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Basis für die App ist die Bilddatenbank des „Atlas of Ophthalmology“, der von Prof. Dr. med. Georg Michelson von der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen herausgegeben wird. Im Atlas der Augenheilkunde sind derzeit klinische Bilder zu nahezu allen Augen-Diagnosen erfasst, von häufigen Erkrankungen wie dem grünen Star und der Makuladegeneration bis hin zu sehr seltenen Erkrankungen. Ergänzt werden die Aufnahmen durch die dazugehörige Diagnose, den ICD-10-Code und einen Kurzkommentar: Per Klick lassen sich so wertvolle Informationen zu den Erkrankungen schnell und nutzerfreundlich abrufen. Über eine Suchfunktion können zudem spezielle Bilder oder Fälle anhand von Diagnosen oder Stichworten ermittelt und listenweise anzeigt werden. Mit der umfangreichen Bilddatenbank, dem kostenfreien Zugang (www.atlasophthalmology.com) und Übersetzungen in sieben Sprachen hat der Atlas eine starke weltweite Verbreitung mit derzeit etwa 30 000 Besuchern monatlich aus 161 Ländern.

Sämtliche über die App abrufbaren Bilder und Diagnosen sind von Experten geprüft. Fachärzte weltweit sorgen dafür, dass der Atlas of Ophthalmology immer aktuell bleibt und auch sehr seltene Krankheitsbilder enthält. Die Mediziner übermitteln ihre Diagnosen an Michelson und sein Team aus internationalen Experten der Augenheilkunde. So wird sichergestellt, dass auch zu seltenen Erkrankungen wie Morbus Stargardt hochauflösende Bilddaten vorliegen. Der Atlas of Ophthalmology ist international anerkannt und wird vom International Council of Ophthalmology offiziell unterstützt.

Seit August 2011 ist der Atlas of Ophthalmology zudem zertifizierter Anbieter von Online-Fortbildungspunkten der Bayerischen Landesärztekammer. Die Kosten je Modul (2 bis 3 Fortbildungspunkte) betragen 4,99 Euro.

Die „Atlas of Ophthalmology-App“ ist im iTunes-Shop abrufbar und in mehreren Sprachen erhältlich: Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch und Japanisch und demnächst auch Portugiesisch. EB

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