ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1996Fachärzte: Unterscheidung ist wichtig

SPEKTRUM: Leserbriefe

Fachärzte: Unterscheidung ist wichtig

Leick, Michael

Gedanken zur Neurologie und Psychiatrie
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNSLNSLNS Es sollte in Zukunft auch weiterhin den "Arzt für Neurologie und Psychiatrie" geben, aber zusätzlich auch den "Arzt für Psychiatrie und Neurologie", außerdem den "Neurologen" und den "Psychiater". Dies ist wichtig, damit die betreffenden Kollegen wählen können, welche Patienten sie "schwerpunktmäßig" behandeln möchten. Neurologische Patienten oder psychiatrische Patienten, beide gehören zusammen, ebenso wie früher auch Chirurgie, Gynäkologie und Urologie.
Der "Arzt für psychotherapeutische Medizin" ist sinnvoll, auch wenn er in unmenschlicher Weise überfrachtet ist mit "Leistungsanforderungen", die diejenigen, die sie verlangen, selbst nie erfüllt haben und die sich deshalb vorsichtshalber eigenmächtig selbst zum "Arzt für psychotherapeutische Medizin" ernennen.
Der "Arzt für psychotherapeutische Medizin" ist Arzt und darf sich auch zukünftig nicht von den Krankenkassen die "Option" verbieten lassen, bei entsprechender Indikation seine Patienten auch medikamentös und "instrumentell" (EEG) zu behandeln, auch wenn die Krankenkassen insgeheim bereits begierlich sein dürften, dies zu "verbieten".
Der "Nervenarzt" ist von der modernen Entwicklung etwas "überholt", aber trotzdem wertvoll für den, der ihn "hat".
Der "Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie" ist ein unsinniges Konstrukt, zum Schaden der Ärzte und der Patienten.
Michael Leick, Praktischer Arzt, Flonheimer Straße 63, 55232 Alzey
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote