ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1996Phytopharmaka – Wirkung: Buch mit sieben Siegeln
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LNSLNSLNSLNS . . . Die Unterteilung zwischen pflanzlichen und synthetischen Molekülen, die als Arzneimittel Verwendung finden, ist eine Contradictio in se. Das Ergebnis der Synthese aus Atomen ist ein Molekül, gleichgültig ob es die Firma Bayer und andere oder eine Pflanze, ein Bakterium, Pilze, ein einzelliges oder ein vielzelliges Lebewesen, Tier oder Mensch kompliziert chemisch-biochemisch aus Elementen zusammengefügt hat.
Jedes Molekül, das den Molekularstrukturen der im Körper geschaffenen Moleküle nicht entspricht, ist ein körperfremdes Molekül. Sofern das körperfremde Molekül nicht inert ist, sondern im Körper wirksam wird, verändert es biophysikalische oder biochemische Vorgänge; diese Veränderung kann einen positiven oder negativen Effekt für den Organismus haben. In den meisten Fällen wird ein negativer Effekt eintreten, die Ausnahme der positiven Einwirkung wird in der Regel von negativen Nebenwirkungen begleitet.
Die Vorstellung, daß Phytopharmaka a priori weniger negative Nebenwirkungen haben, also unschädlicher sind als Pharmaka der Firma Bayer und anderer, ist demnach logisch nicht nachvollziehbar. Da die Kenntnis über die biochemischen und biophysikalischen Wirkungen von Phytopharmaka fehlt, ist das A und O des Zusammenspiels der Phytopharmakainhalte, das ebenfalls unbekannt ist, ein Buch mit sieben Siegeln . . .
Dr. med. Wolfgang Grote, Bunzlauer Straße 4, 50858 Köln
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