ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1996CARE: Jeder Helfer gab sein Bestes
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LNSLNS . . . Glücklicherweise war die Situation nicht ganz so, wie Herr Nöldner sie beschreibt. Als CARE Deutschland mit großem Medienrummel eintraf, hatten andere Hilfsorganisationen, allen voran Médecins Sans Frontières und französische Sanitätstruppen, bereits das größte Problem im Griff, nämlich die Choleraepidemie. CARE war nichts weiter als eine recht ineffektive und damit unbedeutende unter mehr als 30 Hilfsorganisationen vor Ort. Obwohl in der zweiten Gruppe noch ziemlich am Anfang dabei, haben wir zwar auch Schwerstkranke betreut, trotz des unbestritten großen Elends aber überwiegend Bagatellfälle, unter anderem auch, weil uns viel Wesentliches fehlte.
Wenn der CARE-Einsatz zum Schluß gar nicht mehr so schlecht aussah, lag das nur daran, daß jeder der deutschen Helfer mit viel Idealismus und vor allem Improvisationstalent sein Bestes gab. Sehr mühsam konnten so schließlich andere Hilfsorganisationen und der UNHCR, die zunächst die Zusammenarbeit mit der großmäuligen CARE-Deutschland-Führung abgelehnt hatten, dazu bewegt werden, die deutschen Helfer anzuerkennen . . .
Dr. med. Peter Pommer, Wöhrdstraße 1, 93059 Regensburg
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