ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1998Abtreibungsgegner in USA zu Entschädigung verurteilt

POLITIK: Nachrichten - Ausland

Abtreibungsgegner in USA zu Entschädigung verurteilt

Korzilius, Heike

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LNSLNS CHICAGO. In den USA sind zwei Organisationen von Abtreibungsgegnern zu Entschädigungszahlungen verurteilt worden. In Chicago im Bundesstaat Illinois entschied eine Jury Ende April, daß die "Pro-Life Action League" und die "Operation Rescue" umgerechnet jeweils rund 155 000 DM an zwei Abtreibungskliniken zahlen müssen. Die beiden Kliniken hatten zusammen mit der US-Frauenorganisation NOW geklagt.
Die Jury befand, die Organisationen der Abtreibungsgegner hätten Furcht vor Gewalttaten ausgelöst und Frauen ihr verfassungsmäßiges Recht vorenthalten, indem sie ihnen den Zugang zu Abtreibungskliniken versperrten. Das Verfassungsgericht hatte 1973 entschieden, daß ein Schwangerschaftsabbruch bis zur 23. Woche Privatsache der Frauen ist. Diese Entscheidungsfreiheit wird jedoch durch Gesetze auf Ebene der Bundesstaaten eingeschränkt.
Die "Nationale Abtreibungsvereinigung" zählte 1997 sechs Bombenanschläge, sieben Brandanschläge und 65 Fälle von Vandalismus, die von militanten Abtreibungsgegnern verübt worden waren. HK

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