ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2011Demografie: Ein Beitrag
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Die Ankündigung von Heinz Stüwe, in den nächsten Ausgaben des DÄ Forschungs- und Lösungsansätze zur Bewältigung des demografischen Wandels zu bringen, hat mich sehr gefreut. Schon im Vorfeld möchte ich auf einen bei uns wenig bekannten Ansatz hinweisen: die Zeitbank 55+: Dabei können Menschen jeden Alters ein Zeitkonto aufbauen durch beliebige Leistungen, ob es Hilfe bei den Hausaufgaben von Kindern ist oder Einkäufe für Gehbehinderte, Unterstützung bei Behördengängen oder Anleitung am Computer. Die eingesetzte Zeit wird gutgeschrieben und kann bei Bedarf jederzeit abgerufen werden, auch noch Jahrzehnte später. In Japan, wo dieses System entwickelt wurde, garantiert der Staat für die Erhaltung des Kontos, in Vorarlberg/Österreich läuft die Garantie auf Bezirksebene, bei den ersten Zeitbanken im Breisgau über gemeinnützige Vereine. Dieser Ansatz kann die Notwendigkeit der Übersiedlung in Alten- und Pflegeheime sehr reduzieren, ein kleiner sinnvoller Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels.

Dr. med. Wieland Walther, 79199 Kirchzarten

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