Supplement: PRAXiS

GOÄ-Reform: Getrübte Vorfreude

Dtsch Arztebl 2011; 108(41): [1]

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Das Bundeskabinett hat eine Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) beschlossen. Damit soll vor allem das seit 1988 nicht geänderte Gebührenverzeichnis an die medizinische und technische Entwicklung angepasst werden. Dies macht weniger Analogbewertungen notwendig. Allerdings bleibt der Punktwert unverändert – und das, obwohl die Personal- und Sachkosten auch in den Zahnarztpraxen Jahr für Jahr zulegen. Gut ist hingegen, dass der Gesetzgeber die Gebührentaxe nicht für selektivvertragliche Lösungen öffnet (wie es der PKV-Verband seit langem fordert).

Wenn die GOZ-Novellierung ein Präjudiz für die Reform der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) darstellt, so verheißt das wenig Gutes – dürfen doch auch die Ärzte kaum auf höhere Privathonorare hoffen. Allenfalls wird die Reform für mehr Klarheit bei der Privatabrechnung sorgen. Positiv ist aber, dass die Gebührentaxe wohl nicht durch verhandelbare Versicherungstarife ersetzt wird. Denn mittels einer Öffnungsklausel könnten die Versicherer die Ärzte „im Markt“ gegeneinander ausspielen und so die Preise für ärztliche Leistungen drücken.

Im Übrigen ist kaum noch damit zu rechnen, dass die Bundesregierung die GOÄ-Reform in dieser Legislaturperiode abschließt. Jens Flintrop

Anzeige

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Alle Leserbriefe zum Thema

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige