ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 3/2011Augensteuerungssystem mit eigener Stimme

Supplement: PRAXiS

Augensteuerungssystem mit eigener Stimme

Dtsch Arztebl 2011; 108(41): [29]

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Anwenderin des Augensteuerungssystems. Foto: Humanelektronik
Anwenderin des Augensteuerungssystems. Foto: Humanelektronik
  • Die eigene menschliche Stimme ist eine der wichtigsten Dimensionen unserer Persönlichkeit. Bei drohendem Verlust, etwa durch fortschreitende Erkrankungen wie amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder multiple Sklerose (MS), gibt es nun die Möglichkeit, die Stimme zu erhalten.

Bisher kommen bei Verlust der sprachlichen Kommunikationsfähigkeiten und Nutzung von Augensteuerungen digitale Stimmen zum Einsatz. Diese klingen jedoch häufig unpersönlich und künstlich. Um die eigene Stimme zu erhalten, hat Dr. Eduardo Mendel von der Universität Oldenburg ein im Hilfsmittelverzeichnis zugelassenes Verfahren entwickelt: „Wir nehmen die Stimme des Patienten rechtzeitig vor dem Stimmverlust auf – diese Aufnahme dauert nur wenige Stunden. Wenn der Stimmverlust tatsächlich eintritt, wandeln wir die Daten in ein Programm um, das über eine Tastatur oder andere Eingabehilfen die eigene Stimme am Computer ausgibt.“

Die „SeeTech“-Augensteuerung von der Firma Humanelektronik beinhaltet diese Funktion. Das System ist indiziert für Menschen mit ALS, MS, Muskelschwäche, Locked-in-Syndrom, hoher Querschnittslähmung oder ausgeprägter Spastik.Informationen unter www.see-tech.de und www.humanelektronik.de. EB

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