Supplement: PRAXiS

Einfache Tipps zum Schutz vor Elektrosmog

Dtsch Arztebl 2011; 108(41): [28]

EB

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Foto: iStockphoto
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  • Smartphones sind inzwischen ständige Begleiter im beruflichen und privaten Alltag – ebenso wie die Funkwellen, die die Geräte ausstrahlen. Ob die elektromagnetischen Wellen dem Menschen schaden können, ist noch nicht abschließend geklärt. Bei den Geräten gebe es noch viel Forschungsbedarf. Nutzer könnten jedoch die mögliche Strahlenbelastung verringern, ohne auf das Smartphone verzichten zu müssen, schreibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Veröffentlichung. Darin rät sie, strahlungsarme Geräte zu wählen und einige grundlegende Hinweise zu berücksichtigen:
  • Grenzwerte beachten. Wie hoch die Strahlung eines Smartphones ist, lässt sich am SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) erkennen. Dieser gibt an, wie viel Strahlungsenergie vom Körper aufgenommen wird. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei zwei Watt pro Kilogramm. Empfehlenswert sind laut Verbraucherzentrale NRW jedoch Werte unter 0,6 Watt je Kilogramm. Dieses Kriterium erfüllen nach einer Erhebung der Organisation allerdings nur knapp 20 Prozent der Geräte bekannter Handyhersteller. Eine Liste strahlungsarmer Mobiltelefone ist abrufbar beim Bundesamt für Strahlenschutz im Internet unter www.bfs.de/elektro/oekolabel.html („SAR-Werte von Handys“).
  • Head-Set verwenden. Die Intensität der elektromagnetischen Wellen nimmt bereits in wenigen Zentimetern Entfernung von der Handy-Antenne deutlich ab. Wer mit einem Head-Set telefoniert, setzt sich erheblich niedrigeren Feldstärken aus.
  • Gute Verbindung nützt. Ist der Empfang gut, muss das mobile Gerät nicht mit voller Leistung senden, die Strahlung sinkt. Die Metallkarosserie eines Autos reflektiert jedoch die Funkwellen und verstärkt sie – ein Gespräch daher besser nach draußen verlagern. Das gilt auch für Telefonate etwa im Zug.
  • Handys sind kein Spielzeug. Kinder reagieren empfindlicher auf Umwelteinflüsse als Erwachsene. Handys sollten für unter Neunjährige deshalb besser tabu oder auf notwendige Gespräche beschränkt bleiben.
  • Verdeckte Quellen ausschalten. Nicht nur Handys erzeugen elektromagnetische Wellen, sondern auch kabellose Telefone, Radiowecker, Ladegeräte und Computer. Daher empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, besser Geräte mit Kabel zu nutzen und nach Arbeitsschluss den Stecker zu ziehen.
  • Bewusst telefonieren. Bei längeren Gesprächen und wann immer möglich ein Festnetztelefon nutzen, weil dies die strahlungsfreie und preisgünstigere Wahl ist. Wer mobil telefoniert, sollte das Smartphone erst ans Ohr halten, wenn sich eine Verbindung aufgebaut hat, denn in der Nähe einer Handy-Antenne wirkt das elektromagnetische Feld am stärksten. Bei längeren Gesprächen sollten Nutzer nach einigen Minuten zum anderen Ohr wechseln, um eine einseitige Belastung zu vermeiden.

Weitere Informationen und Tipps rund um Smartphones gibt es online unter www.vz-nrw.de/smartphone. EB

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