ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1996Probleme von Qualitätszirkeln (Auszug)

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Probleme von Qualitätszirkeln (Auszug)

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LNSLNS ! Niedergelassene Ärzte stehen in Konkurrenz zueinander. Daher werden vermutlich Lösungsvorschläge, die sich mit organisatorischen Problemen einer Arztpraxis befassen, weniger intensiv behandelt.
! In vielen Fällen kann es eine Hemmschwelle geben, Kollegen Einblick in die eigene Arbeitsweise zu gewähren.
! Durch unterschiedliche Qualitätsziele können sich Widersprüche ergeben. Zum Beispiel können bestimmte Behandlungen aus hausärztlicher und aus Patientensicht befriedigen, jedoch aus klinischer oder ökonomischer Perspektive inadäquat sein.
! Die zum Teil unbefriedigende Datenlage über primärmedizinische Krankheitsverläufe erschwert es, den relativen Verbesserungswert einer zum Standard erhobenen Maßnahme abzuschätzen.
! Es fehlen Anreize für eine kontinuierliche aktive Beteiligung der Ärzte.
! Die Standardisierung der Arbeit, die Akkreditierung, die Bereitstellung von Fortbildungsmaterial usw. ist zur Zeit noch offen.
! Gegenseitiger Erfahrungsaustausch und unverbindliche Verbesserungsvorschläge können keine wissenschaftliche Arbeit zu Therapiestandards ersetzen.
! Es bestehen große Defizite hinsichtlich einer systematischen Evaluation der Effekte von Qualitätszirkeln.


aus: Fritz Beske: "Qualitätszirkel – Pro und Contra" (Referat)

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