ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2011Medizinstudium: Klinikum Kassel kooperiert mit Uni Southampton

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Medizinstudium: Klinikum Kassel kooperiert mit Uni Southampton

Dtsch Arztebl 2011; 108(42): A-2186 / B-1846 / C-1826

Hibbeler, Birgit

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Die Studenten der „Kassel School of Medicine“ werden in den ersten beiden Jahren weitgehend in Großbritannien unterrichtet. Foto: Wikipedia
Die Studenten der „Kassel School of Medicine“ werden in den ersten beiden Jahren weitgehend in Großbritannien unterrichtet. Foto: Wikipedia

In Deutschland wird es künftig einen weiteren Standort geben, der ein Medizinstudium anbietet: die „Kassel School of Medicine“. Vertreter der britischen Universität Southamptom und der Gesundheit Nordhessen Holding AG unterzeichneten Mitte Oktober einen Kooperationsvertrag.

Demnach sollen erstmals 2013 24 deutsche Studenten ihre Ausbildung beginnen. Die ersten beiden Jahre des Studiums werden sie weitgehend an der medizinischen Fakultät in Southampton unterrichtet, später dann drei Jahre am Klinikum Kassel. Im Anschluss folgt ein Foundation Year in Kassel. Die Studierenden erwerben einen britischen Bachelor-Abschluss. Dieser ist berufsqualifizierend.

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Das Studium an der „Kassel Medical School“ findet unabhängig vom Vergabeverfahren der staatlichen medizinischen Fakultäten in Deutschland statt. Die Studierenden müssen etwa 12 000 Euro pro Jahr an Gebühren zahlen. Die genauen Modalitäten sollen im kommenden Jahr bekanntgegeben werden. Die Universität Kassel ist in die Kooperation nicht miteinbezogen.

Das Modell ähnelt dem der „Asklepios Medical School“ in Hamburg, einer Kooperation der Semmelweis-Universität Budapest und der privaten Klinikkette Asklepios. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Zweigstelle der ungarischen Hochschule. Die Studierenden erwerben auch hier einen ausländischen Abschluss. Aufgrund einer EU-Richtlinie ist die Anerkennung in Deutschland problemlos. BH

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