ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2011Gesetzliche Krankenkassen: Gute Konjunktur sorgt für Mehreinnahmen

AKTUELL

Gesetzliche Krankenkassen: Gute Konjunktur sorgt für Mehreinnahmen

Dtsch Arztebl 2011; 108(42): A-2187 / B-1847 / C-1827

dapd

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) steht dank guter Konjunktur besser da als noch zu Jahresbeginn gedacht. So erwarten die Experten für das laufende Jahr um 1,7 Milliarden Euro höhere Einnahmen als zuletzt im Januar geschätzt, wie das Bundesversicherungsamt in Bonn mitteilte. Die zusätzlichen Einnahmen kommen aber nicht den Beitragszahlern oder den Krankenkassen direkt zugute, sondern fließen in die Rücklagen des Gesundheitsfonds.

Insgesamt rechnet der Schätzerkreis der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung für 2011 inzwischen mit 183,4 Milliarden Euro Einnahmen für den Gesundheitsfonds. Die Zuweisungen an die Krankenkassen bleiben unverändert bei 178,9 Milliarden Euro – bei geschätzten Ausgaben von 177,5 Milliarden Euro.

Mehr Geld als erwartet: Die Krankenkassen stehen finanziell gut da. Foto: Picture Alliance
Mehr Geld als erwartet: Die Krankenkassen stehen finanziell gut da. Foto: Picture Alliance
Anzeige

Die Differenz zwischen den Einnahmen und dem Betrag, der an die Kassen überwiesen wird, liegt demnach bei 4,4 Milliarden Euro. Sie fließen der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zu. Diese Reserve garantiert, dass der Fonds jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Krankenkassen nachkommen und konjunkturelle Schwankungen der Einnahmen ausgleichen kann.

Für 2012 erwarten die Schätzer Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 185,7 Milliarden Euro. Die voraussichtlichen Ausgaben der Kassen betragen 185,4 Milliarden. „Damit können auch im Jahr 2012 die Ausgaben der Krankenkassen durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds im Durchschnitt vollständig gedeckt werden“, erklärte der Schätzerkreis. Das Gremium besteht aus Experten des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums, des Bundesversicherungsamtes und des GKV-Spitzenverbandes. dapd

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema