ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2011GKV: Nie voll erstattet
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Unter der Überschrift „Beispiele für Wahltarife“ gibt es einen Punkt „Kostenerstattung“. Dort ist unter anderem zu lesen: „Allerdings erstatten die Krankenkassen nicht immer den vollen Betrag, so dass der Versicherte einen Teil der Kosten selbst tragen muss.“ Diesen Passus hat der Autor ganz offensichtlich unbesehen aus einer Broschüre einer der RVO-Kassen übernommen. Als bei der BEK versicherter Arzt im Ruhestand habe ich ein Jahr lang das sogenannte Kostenerstattungsverfahren gewählt und dabei festgestellt, dass die Krankenkasse nie! den vollen Betrag der jeweiligen Liquidation und auch nicht der Arzneikosten erstattet hat. Für das ganze Jahr betrug die Erstattung insgesamt nur wenig über 50 Prozent. Was den Vorteil anbetrifft, gegenüber Kollegen als Privatpatient auftreten zu können, so ist das in diesem Fall kein Vorteil, denn man muss bei jedem Arztbesuch darum bitten, dass die Rechnung so ausgestellt wird, dass nur der einfache Satz der GOÄ in Ansatz gebracht wird, trotzdem erfolgt die Erstattung nur wie vorstehend beschrieben.

Dr. med. Friedrich Kreusler, 20249 Hamburg

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