ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2011Ina May Gaskin: Hebamme erhält alternativen Nobelpreis

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Ina May Gaskin: Hebamme erhält alternativen Nobelpreis

Dtsch Arztebl 2011; 108(42): A-2233 / B-1885 / C-1863

Hillienhof, Arne

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Ina May Gaskin, Foto: dpa
Ina May Gaskin, Foto: dpa

Die aus den USA stammende Hebamme Ina May Gaskin erhält den „Alternativen Nobelpreis“ 2011 (offiziell: Right Livelihood Award).

Gaskin lehre und verbreite Geburtsmethoden, die Frauen in den Mittelpunkt stellen und die körperliche wie geistige Gesundheit von Mutter und Kind fördern, begründete die Jury ihre Entscheidung. Gaskin ist eine von vier Preisträgern.

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Die 1940 geborene Gaskin wird häufig als die „berühmteste Hebamme der Welt” bezeichnet. Als Pionierin eines uralten, in ihrem Land vom Aussterben bedrohten Berufes vereine sie wissenschaftliche Analyse mit weitreichender Erfahrung in der natürlichen Medizin, heißt es von der Right-Livelihood-Award-Stiftung. Gaskin sei ein Vorbild für alle, die es wagten, andere Wege zu gehen im Versuch, Geburtshilfe menschlicher zu gestalten.

Gaskin half bei etwa 1 200 natürlichen Geburten, gemeinsam mit ihren Partnerinnen bei circa 3 000. „Dank ihrer Arbeit und Fachkompetenz wurde sie zur Pionierin der Hebammenausbildung und bewahrte dabei ein einzigartiges Wissen, das in einer Welt technisch dominierter Geburten größtenteils vergessen war“, so das Komitee. Das „Gaskin Manöver” werde heute international gelehrt. Dabei handelt es sich um eine Methode, die Gaskin von traditionellen Hebammen aus Guatemala lernte. Damit sollen langwierige Wehen, routinemäßige Dammschnitte vermieden sowie Steiß- und Zwillingsgeburten erfolgreich durchgeführt werden. Arne Hillienhof

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