ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2011Wartezeiten: Beginnender Fachärztemangel
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Von Politik und Kassen immer in Abrede gestellt, geht es nun los: Der beginnende Fachärztemangel, zu erkennen an der ansteigenden Wartezeit für GKV-Patienten.

Durch permanent ansteigende Bürokratisierung und Gängelung bei gleichzeitiger Honorarabsenkung ist die Sachlage heute so, dass eine große Zahl unseres Nachwuchses gar nicht mehr in die Patientenversorgung gehen will. Und viele, die gerne wollen, können nicht, weil sie eine Praxisgründung weder kreditiert, geschweige denn amortisiert bekommen.

Anzeige

Andererseits machen viele altgediente Kollegen dicht, für Kassen oder ganz, weil sie nicht mehr einsehen, für ein paar Euros sich das noch anzutun.

Politik und Kassen registrieren das nun und schließen messerscharf, dass die verbliebenen Fachärzte, die zu immer niedrigeren Honoraren bei gedeckelter Fallzahl immer mehr Kassenpatienten versorgen müssen, schlimme Finger sind, denen man, wenn sie nicht noch mehr, schneller und unentgeltlich schuften, ihre kärglichen Kopfpauschalen weiter einkürzen soll, entweder individuell oder in Sippenhaft.

Ich wage eine Prognose: Wenn das kommt, wird es eine ansteigende Welle der Rückgabe von Kassenzulassungen geben. Was das Problem immer weiter verschärfen dürfte.

Dr. Rupert Holderied, 81671 München

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema