ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1996Tschernobyl: Kinder leiden an Folgeerkrankungen

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Tschernobyl: Kinder leiden an Folgeerkrankungen

afp

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LNSLNS MOSKAU. Als Folge des Unfalls im Kernkraftwerk von Tschernobyl vor zehn Jahren stehen in Rußland zur Zeit 800 000 Kinder unter ärztlicher Beobachtung. Nach Angaben des russischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums mußten 3 000 Kinder in ein Krankenhaus eingeliefert werden, 70 000 werden medizinisch behandelt. Diese Angaben beziehen sich allein auf Rußland, das in weit geringerem Ausmaß von dem Reaktorunfall betroffen ist als die Ukraine oder auch Weißrußland.
Wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium weiter mitteilte, verschlechtert sich der Gesundheitszustand von Kindern und schwangeren Frauen, die in den damals verseuchten Gebieten leben. Die Zahl von Drüsenerkrankungen nehme ebenso zu wie Krebserkrankungen des zentralen Nervensystems, der Haut oder des Genitalbereichs. afp
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