ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2011Guido Rasi: Arzneibehörde unter neuer Führung

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Guido Rasi: Arzneibehörde unter neuer Führung

Spielberg, Petra

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Guido Rasi, Foto: EMA
Guido Rasi, Foto: EMA

Vor ein paar Monaten habe er es sich noch nicht träumen lassen, demnächst an der Spitze der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) in London zu stehen, teilte der designierte Geschäftsführer Guido Rasi dem EU-Parlament bei seiner Anhörung Mitte Juli dieses Jahres mit. Am 16. November ist es soweit. Von dem Tag an wird der Italiener auf dem Chefsessel der EMA Platz nehmen.

Der 57-jährige folgt nach einer zehnmonatigen Interimszeit dem Schweden Thomas Lönngren nach, der seinen Posten bereits Anfang des Jahres geräumt hatte. Der gelernte Internist und Chirurg war seit 2008 Direktor der italienischen Arzneimittelagentur AIFA und gehört dem Verwaltungsrat der EMA seit vergangenem Jahr an. Darüber hinaus verfügt er über Forschungserfahrungen. Von 1990 an arbeitete er 18 Jahre lang für den National Research Council in Rom. 2008 erlangte Rasi eine ordentliche Professur für Mikrobiologie an der Tor-Vegata-Universität/Rom.

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Der auf Allergologie und klinische Immunologie spezialisierte Arzt hofft, seine beruflichen Erfahrungen bei der Ausübung seiner neuen Funktion einbringen zu können. Denn auf die EMA sieht Rasi eine Reihe von neuen Tätigkeiten und Herausforderungen zukommen. Hierzu gehört neben der Bewertung von stärker auf einzelne Personengruppen zugeschnittenen Arzneimitteln und solchen, die mit innovativen Techniken wie der Nanotechnologie hergestellt werden, auch, den europäischen Arzneimittelmarkt fit für den Wettbewerb mit Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien und China zu machen. Petra Spielberg

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