ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2011Soziale Online-Netzwerke: Vorsicht bei Diskussion psychischer Probleme

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Soziale Online-Netzwerke: Vorsicht bei Diskussion psychischer Probleme

Dtsch Arztebl 2011; 108(43): A-2290 / B-1930 / C-1910

Hillienhof, Arne

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Vor der Diskussion von persönlichen psychischen Problemen wie Magersucht oder Depressionen in sozialen Netzwerken warnt die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). „In Facebook und anderen Netzwerken diskutieren Menschen namentlich und in aller Öffentlichkeit über ihre psychischen Probleme“, sagte Prof. Dr. med. Wolfgang Senf, Vorsitzender der DGPM. Dabei berücksichtigten sie oft nicht, dass die Eingaben möglicherweise sogar nach Jahren von Arbeitgebern, Kollegen oder Bekannten abgerufen werden könnten. „Die sensiblen Details einer durchlebten Depression, Magersucht oder Angststörung gehören in einen geschützten Raum“, betonte er. Der Zugang zu einem Forum über psychische Störungen sollte daher nur nach einer Anmeldung bei einem professionellen Administrator und Moderator erfolgen und durch ein Passwort geschützt sein. Zudem sollten die Beiträge nach einiger Zeit wieder gelöscht werden.

„Als Ergänzung zu einer professionellen Face-to-Face-Therapie sind die internetbasierten Therapieansätze grundsätzlich positiv zu bewerten“, sagte Senf. Den persönlichen Kontakt mit dem Psychotherapeuten könne das Internet jedoch nicht ersetzen. hil

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