ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1996Operative Behandlung der Epilepsie

MEDIZIN: Referiert

Operative Behandlung der Epilepsie

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LNSLNS Bei Pharmakoresistenz kann die mikrochirurgische Behandlung der Epilepsie indiziert sein. Voraussetzung jedoch ist der Nachweis eines umschriebenen epileptogenen Fokus. Die Kosten der diagnostischen Protokolle hierzu sind außerordentlich hoch und liegen zwischen 40 000 und 100 000 Dollar.
Die Autoren vergleichen in ihrer Untersuchung die Anfallshäufigkeit, die antiepileptische Medikation, die Arbeitsfähigkeit und die Lebensqualität von 248 Patienten. Diese wurden im Zeitraum von 1974 bis 1990 an der University of California untersucht. Aus diesem Patientenkollektiv wurden 202 operativ und 46 nicht operativ behandelt. Der wesentliche Unterschied beider Gruppen liegt in einer niedrigeren Anfallsfrequenz und einer geringeren antiepileptischen Medikation der operierten Patienten. Es wurden jedoch keine signifikanten Unterschiede in der Arbeitsfähigkeit und der Lebensqualität zwischen den beiden Gruppen nachgewiesen. Um hierzu verläßliche Informationen zu erhalten, müßten prospektive multizentrische Studien durchgeführt werden. mll
Vickrey BG et al: Outcomes in 248 patients who had diagnostic evaluations for epilepsy surgery. Lancet 1995; 346: 1445–1449.
Dr. Barbara G. Vickrey, UCLA Department of Neurology, C-128 RNRC, 710 Westood Plaza, Los Angeles, CA 90095-1769, USA

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