ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2011Online-Abrechnung: KV-SafeNet für D-Ärzte

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Online-Abrechnung: KV-SafeNet für D-Ärzte

Dtsch Arztebl 2011; 108(45): A-2382

Gromes, Angelina

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ISDN war gestern – zumindest wenn es um die elektronische Abrechnung von Durchgangsärzten mit der gesetzlichen Unfallversicherung geht.

Foto: iStockphoto
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Ab dem kommenden Jahr können Durchgangsärzte (D-Ärzte) ihre elektronische Abrechnung mit der gesetzlichen Unfallversicherung über den „D2D-Dienst“ nur noch über das KV-SafeNet abwickeln. Das ist neu. Bisher konnten sich D-Ärzte über ISDN in den D2D-Dienst einwählen und so ihre Abrechnung vornehmen. Eine Einwahl über ISDN stehe ab Januar 2012 nicht mehr zur Verfügung, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit.

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Datensicherheit hat Priorität

Seit Januar 2011 ist die Online-Abrechnung für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtend. Vor diesem Hintergrund entwickelten die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) das KV-SafeNet, das eine Online-Anbindung aller Praxisrechner ermöglicht. Ärzte könnten damit beispielsweise eine elektronische Abrechnung an ihre KV senden.

Nach Angaben der KBV gewinnt das KV-SafeNet an Bedeutung. Mittlerweile hätten circa 20 000 Praxen einen solchen Anschluss. „Mit KV-SafeNet können die Daten problemlos und vor allem viel schneller als bisher übertragen werden“, sagte KBV-Vorstand Dr. med. Carl-Heinz Müller.

Die Umstellung auf das KV-SafeNet ist keine überraschende Entwicklung. Bereits vor einem Jahr vereinbarte die KV Nordrhein als D2D-Servicebetreiber mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dass ab dem Jahr 2012 Abrechnungen nur noch über KV-SafeNet laufen. Grund seien immer größere Datenmengen, insbesondere aus großen Kliniken und Praxen.

Auch der elektronische Daten-austausch zwischen Niedergelassenen und Krankenhäusern ist mittlerweile möglich. Hierfür wurde die KV-SafeNet-Richtlinie ergänzt. „Die rasante Entwicklung in der IT erfordert es, dass Sicherheitsmaßnahmen permanent überprüft und weiterentwickelt werden“, sagte Müller. Vonseiten der Niedergelassenen gab es in der Vergangenheit Bedenken bezüglich der Datensicherheit. Im Zuge der Richtlinienänderung habe die KBV jedoch Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit zu erhöhen: Unternehmen, die als Provider zertifiziert sind, müssten regelmäßig externe Sicherheitsprüfungen durchlaufen. Zudem gebe es alle drei Jahre eine erneute Zertifizierung durch die KBV.

Angelina Gromes

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