ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2011EKD-Denkschrift: Evangelische Kirche fordert mehr Zeit für Patienten

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EKD-Denkschrift: Evangelische Kirche fordert mehr Zeit für Patienten

Dtsch Arztebl 2011; 108(45): A-2370 / B-2002 / C-1974

Richter-Kuhlmann, Eva

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Der direkte intensive Patientenkontakt muss gestärkt werden, fordert der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Mit der Denkschrift „Und unseren kranken Nachbarn auch!“ weist er auf vernachlässigte Handlungsfelder der Gesundheitspolitik hin und gibt Empfehlungen für die künftige Gestaltung.

Gespräche und menschliche Zuwendung: Dafür bleibt bei der täglichen Arbeit meist keine Zeit. Foto: epd
Gespräche und menschliche Zuwendung: Dafür bleibt bei der täglichen Arbeit meist keine Zeit. Foto: epd

„Die Denkschrift ruft die theologischen und sozialethischen Grundlagen unseres Gesundheitswesens in Erinnerung“, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider. Sie erinnere an die Bedeutung sozialer Teilhabe, die in den Krankenheilungen Jesu sichtbar werde. Trotz begrenzter wirtschaftlicher Ressourcen dürfe man das rechte Maß nicht aus dem Blick verlieren. Sowohl im Arzt-Patienten-Verhältnis als auch bei der Arbeit in der Pflege müsse der Patientenkontakt gestärkt werden.

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Neben aktuellen Empfehlungen lenke die Denkschrift den Blick auch auf größere Zusammenhänge, erklärte der Vorsitzende der Ad-hoc-Kommission des Rates der EKD, Prof. Dr. Peter Dabrock, am 26. Oktober in Berlin. Gerade wenn man Gesundheitspolitik nicht nur als Geschäftsfeld begreife, sondern sie mit anderen zivilgesellschaftlichen und politischen Aktivitäten verknüpfe, erschlössen sich neue Ressourcen zur Verbesserung des gesundheitlichen Status der Menschen. So fordert die Denkschrift, Bildungsfragen und Familienförderung in den Diskurs über die Gesundheitspolitik einzubeziehen. ER

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