ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2011Krankenhäuser: Widerspruch
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Der Artikel beginnt mit einem Zitat von Prof. Dr. med. Frieder Hessenauer: „Flexible Arbeitszeitmodelle und verlässliche Kinderbetreuungen sind einfach wichtig, damit Ärztinnen und Ärzte sich nicht zwischen Beruf und Familie zerreißen und verschleißen . . .“

Wie recht er hat! Wenige Zeilen später allerdings packt mich das blanke Entsetzen, wenn Frau Dr. Schoeller aus der Popularität von „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ den komplett falschen Schluss zieht, dass die Teilzeitarbeit zurückgedrängt werden muss.

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„Sinnvoller wäre der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten, um die Teilzeitarbeit zurückzudrängen und das Fachkräftepotenzial bei Frauen besser auszuschöpfen.“ . . .

Keine Mutter oder kein Vater dieser Welt wünscht sich eine 24-Stunden-Fremdbetreuung für ihr/sein Kind! Als 1996 mein erstes Kind geboren wurde, war Teilzeitbeschäftigung tabu, schon gar nicht in der Facharztausbildung.

Meine Frau hat 14 Jahre lang diese Möglichkeit gehabt und entsprechend mehr Zeit mit unseren mittlerweile drei Kindern verbringen können.

Ein Fehltag wegen Erkrankung eines Kindes, und man stand die nächsten 14 Tage nicht mehr auf dem OP-Plan.

Diese Zeiten sind zum Glück lange vorbei. Die Möglichkeit der Teilzeitarbeit muss ausgebaut werden, es muss flexible Arbeitszeitmodelle geben – nur so profitieren Kinder und Krankenhäuser –, denn zufriedene Eltern sind auch zufriedene und motivierte Arbeitnehmer!

Dr. Andreas Marx, Hellmuth-Ulrici-Kliniken,
16766 Kremmen/Sommerfeld

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