ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2011Richtlinien zur Organtransplantation gem. § 16 Abs. 1 S. 1 Nrn. 2 u. 5 TPG

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundes­ärzte­kammer

Richtlinien zur Organtransplantation gem. § 16 Abs. 1 S. 1 Nrn. 2 u. 5 TPG

Dtsch Arztebl 2011; 108(45): A-2425 / B-2037 / C-2009

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Bekanntmachungen

Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer hat in seiner Sitzung vom 17.–18. 02. 2011 auf Empfehlung der Ständigen Kommission Organtransplantation Folgendes beschlossen:

A. Die Richtlinien zur Organtransplantation gem. § 16 Abs. 1 S. 1 Nrn. 2 und 5 TPG in der Fassung vom 23. 01. 2010 (Dtsch Arztebl 2010; 107[3]: A 111) zuletzt geändert am 23. 04. 2011 (Dtsch Arztebl 2011; 108[15]: A 857–63) werden wie folgt geändert:

Anzeige

Die Richtlinien für die Wartelistenführung und die Organvermittlung zur Lungen­trans­plan­ta­tion werden wie folgt neu gefasst

„I. Allgemeine Grundsätze für die Aufnahme in die Warteliste zur Organtransplantation

 1. Für die Aufnahme von Patienten in die Warteliste zur Organtransplantation wird der Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft gemäß § 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Transplantationsgesetzes (TPG) von der Bundes­ärzte­kammer in Richtlinien festgestellt.

 2. Über die Aufnahme in die Warteliste legt § 13 Abs. 3 Satz 1 TPG fest: ,Der behandelnde Arzt hat Patienten, bei denen die Übertragung vermittlungspflichtiger Organe medizinisch angezeigt ist, mit deren schriftlicher Einwilligung unverzüglich an das Transplantationszentrum zu melden, in dem die Organübertragung vorgenommen werden soll.’

Vermittlungspflichtige Organe sind nach § 1 a Nr. 2 TPG das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse und der Darm postmortaler Spender.

 3. Eine Organtransplantation kann medizinisch indiziert sein, wenn Erkrankungen

– nicht rückbildungsfähig fortschreiten oder durch einen genetischen Defekt bedingt sind und das Leben gefährden oder die Lebensqualität hochgradig einschränken und

– durch die Transplantation erfolgreich behandelt werden können.

 4. Kontraindikationen einer Organtransplantation können sich anhaltend oder vorübergehend aus allen Befunden, Erkrankungen oder Umständen ergeben, die das Operationsrisiko erheblich erhöhen oder den längerfristigen Erfolg der Transplantation infrage stellen wie

– nicht kurativ behandelte bösartige Erkrankungen, soweit sie nicht der Grund für die Transplantation sind

– klinisch manifeste oder durch Immunsuppression erfahrungsgemäß sich verschlimmernde Infektionserkrankungen

– schwerwiegende Erkrankungen anderer Organe

– vorhersehbare schwerwiegende operativ-technische Probleme.

Die als Beispiele genannten möglichen Kontraindikationen gelten insbesondere dann nur eingeschränkt, wenn die Transplantation eines weiteren Organs indiziert ist.

Auch die unzureichende oder sogar fehlende Mitarbeit des Patienten (Compliance) kann zu einer Kontraindikation werden. Compliance eines potenziellen Organempfängers bedeutet über seine Zustimmung zur Transplantation hinaus seine Bereitschaft und Fähigkeit, an den erforderlichen Vor- und Nachuntersuchungen und -behandlungen mitzuwirken. Compliance ist kein unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal, sondern kann aus verschiedenen Gründen im Laufe der Zeit schwanken. Deren Fehlen kann auch auf sprachlichen Schwierigkeiten beruhen. Anhaltend fehlende Compliance schließt die Transplantation aus. Bevor die Aufnahme in die Warteliste aus diesem Grund ärztlich endgültig abgelehnt wird, ist der Rat einer weiteren, psychologisch erfahrenen Person einzuholen. Die behandelnden Ärzte müssen sowohl bei der Aufnahme in die Warteliste als auch nach der Transplantation auf die Compliance achten und hinwirken.

 5. Über die Aufnahme in die Warteliste zur Organtransplantation ist insbesondere nach Notwendigkeit und Erfolgsaussicht zu entscheiden (§ 10 Abs. 2 Nr. 2 TPG). Patienten können dann in die jeweilige Warteliste aufgenommen werden, wenn die Organtransplantation mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Lebensverlängerung oder eine Verbesserung der Lebensqualität erwarten lässt als die sonstige Behandlung. Die Gründe für oder gegen die Aufnahme in die Warteliste sind von dem darüber entscheidenden Arzt zu dokumentieren. Bei der Entscheidung über die Aufnahme ist jeweils zu prüfen, ob die individuelle medizinische Situation des Patienten, sein körperlicher und seelischer Gesamtzustand den erwünschten Erfolg der Transplantation erwarten lässt: das längerfristige Überleben, die längerfristig ausreichende Transplantatfunktion und die verbesserte Lebensqualität. Für diese Beurteilung sind die Gesamtumstände zu berücksichtigen. Dazu gehört auch die Compliance.

 6. Vor Aufnahme in die Warteliste zur Transplantation ist der Patient über die Erfolgsaussicht, die Risiken und die längerfristigen medizinischen, psychologischen und sozialen Auswirkungen der bei ihm vorgesehenen Transplantation aufzuklären. Hierzu gehört auch die Aufklärung über die notwendige Immunsuppression mit den potenziellen Nebenwirkungen und Risiken sowie die Notwendigkeit von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Zudem ist der Patient darüber zu unterrichten, an welche Stellen seine personenbezogenen Daten übermittelt werden.

 7. Die Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten in die Warteliste trifft das Transplantationszentrum im Rahmen seines Behandlungsspektrums und unter Berücksichtigung der individuellen Situation des Patienten. Gegebenenfalls ist der Patient über die Möglichkeiten der Aufnahme in die Warteliste eines anderen Zentrums zu informieren.

 8. Bei der Aufnahme in die Warteliste ist der Patient darauf hinzuweisen, dass ausnahmsweise ein ihm vermitteltes Organ aus zentrumsinternen organisatorischen oder personellen Gründen nicht rechtzeitig transplantiert werden kann. Vorsorglich für diese Situation muss der Patient entscheiden, ob er die Transplantation in einem anderen Zentrum wünscht oder ob er auf das angebotene Organ verzichten will. Die Entscheidung des Patienten ist zu dokumentieren. Gegebenenfalls empfiehlt sich eine vorherige Vorstellung des Patienten mit seinen Behandlungsunterlagen im vertretenden Zentrum.

 9. Die Führung der Warteliste obliegt dem jeweils betreuenden Transplantationszentrum. Für die jeweiligen Aktualisierungen wie Dringlichkeitsänderungen oder Ab- und Ummeldungen von Patienten bleibt es auch dann verantwortlich, wenn es dabei von einer anderen Organisation unterstützt wird. Die Transplantationszentren wirken auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Wartelistenpatienten hin. Sie überprüfen und dokumentieren während der Wartezeit die Entscheidung in angemessenen Zeitabständen.

Besteht bei einem auf der Warteliste geführten Patienten vorübergehend eine Kontraindikation gegen die Transplantation, wird er als „nicht transplantabel“ (NT) eingestuft und bei der Organvermittlung nicht berücksichtigt. Besteht die Kontraindikation nicht mehr, ist der Patient umgehend wieder in der Warteliste mit der dann aktuell gegebenen Dringlichkeit als transplantabel zu melden. Der Patient ist jeweils über seinen Meldestatus auf der Warteliste von einem Arzt des Transplantationszentrums zu informieren.

10. Zur Überprüfung bisheriger und Gewinnung neuer Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft auf dem durch diese Richtlinie geregelten Gebiet kann nach vorheriger Unterrichtung der Vermittlungsstelle und der Bundes­ärzte­kammer im Rahmen medizinischer Forschungsvorhaben für eine begrenzte Zeit und eine begrenzte Zahl von Patienten von dieser Richtlinie abgewichen werden, sofern durch die Vermittlungsstelle keine Einwände erhoben werden. Die Bewertung der zuständigen Ethik-Kommission oder die Entscheidung der zuständigen Genehmigungsbehörde bleiben unberührt. Die Vermittlungsstelle und die Bundes­ärzte­kammer sind nach Abschluss der jeweiligen Studie zeitnah über das Ergebnis zu unterrichten.

II. Allgemeine Grundsätze für die Vermittlung postmortal gespendeter Organe

1. Rechtliche Grundlagen, medizinische Definitionen und Leitgedanken

a) Vermittlungspflichtige Organe (Herz, Lungen, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Darm postmortaler Spender) werden zur Transplantation in einem deutschen Transplantationszentrum gemäß dem Transplantationsgesetz (TPG) und dem von der Bundes­ärzte­kammer in Richtlinien festgestellten Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft (§ 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 TPG) vermittelt. Dabei sind die Wartelisten der Transplantationszentren für das jeweilige Organ als bundeseinheitliche Warteliste zu behandeln. Die Richtlinien sind für die Vermittlungsstelle, die Vermittlungsentscheidungen für die Transplantationszentren verbindlich.

b) Die vermittlungspflichtigen Organe dürfen nur

– gemäß den §§ 3 und 4 TPG entnommen,

– nach Vermittlung durch die Vermittlungsstelle und

– in dafür zugelassenen Transplantationszentren transplantiert werden (§ 9 Abs. 1 und § 10 TPG).

c) Die Vermittlung muss insbesondere nach Erfolgsaussicht und Dringlichkeit erfolgen (§ 12 Abs. 3 Satz 1 TPG) und dem Grundsatz der Chancengleichheit entsprechen. Der Chancengleichheit dient insbesondere, dass die Wartelisten der Transplantationszentren für das jeweilige Organ bei der Vermittlung als bundeseinheitliche Warteliste zu behandeln sind (§ 12 Abs. 3 Satz 2 TPG).

d) Kriterien des Erfolgs einer Transplantation sind die längerfristig ausreichende Transplantatfunktion und ein damit gesichertes Überleben des Empfängers mit verbesserter Lebensqualität. Die Erfolgsaussichten unterscheiden sich nach Organen, aber auch nach definierten Patientengruppen.

e) Der Grad der Dringlichkeit richtet sich nach dem gesundheitlichen Schaden, der durch die Transplantation verhindert werden soll.

Patienten, die ohne Transplantation unmittelbar vom Tod bedroht sind, werden bei der Organvermittlung vorrangig berücksichtigt.

Bei Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden wird berücksichtigt, dass ihre Entwicklung ohne Transplantation in besonderer Weise beeinträchtigt oder anhaltend gestört wird.

f) Chancengleichheit der Organzuteilung bedeutet zum einen, dass die Aussicht auf ein vermitteltes Organ insbesondere nicht von Wohnort, sozialem Status, finanzieller Situation und der Aufnahme in die Warteliste eines bestimmten Transplantationszentrums abhängen darf. Zum anderen sollen schicksalhafte Nachteile möglichst ausgeglichen werden. Dem dienen unter anderem die Berücksichtigung der Wartezeit und die relative Bevorzugung von Patienten mit einer seltenen Blutgruppe oder bestimmten medizinischen Merkmalen wie seltene Gewebeeigenschaften und Unverträglichkeiten.

g) Die Transplantationszentren sind verpflichtet, der Vermittlungsstelle die für die Vermittlungsentscheidung und deren Auswertung benötigten Daten zu übermitteln.

h) Zur Überprüfung bisheriger und Gewinnung neuer Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft auf dem durch diese Richtlinie geregelten Gebiet kann nach vorheriger Unterrichtung der Vermittlungsstelle und der Bundes­ärzte­kammer im Rahmen medizinischer Forschungsvorhaben für eine begrenzte Zeit und eine begrenzte Zahl von Patienten von dieser Richtlinie abgewichen werden, sofern durch die Vermittlungsstelle keine Einwände erhoben werden. Die Bewertung der zuständigen Ethik-Kommission oder die Entscheidung der zuständigen Genehmigungsbehörde bleiben unberührt. Die Vermittlungsstelle, die Bundes­ärzte­kammer und gegebenenfalls die Koordinierungsstelle sind nach Abschluss der jeweiligen Studie zeitnah über das Ergebnis zu unterrichten.

2. Verfahren der Organvermittlung

Das einzelne Transplantationszentrum kann im Rahmen seines Behandlungsspektrums der Vermittlungsstelle allgemeine Akzeptanzkriterien für die Annahme von Spenderorganen für die in die jeweilige Warteliste aufgenommenen Patienten mitteilen (Zentrumsprofil). Darüber hinaus kann das Transplantationszentrum mit dem einzelnen Patienten nach angemessener Aufklärung persönliche Akzeptanzkriterien absprechen (Patientenprofil). Das Patientenprofil kann sich im Laufe der Wartezeit ändern und ist gegenüber der Vermittlungsstelle unverzüglich zu aktualisieren. Die Weitergabe der für den Patienten wesentlichen Akzeptanzkriterien des Patientenprofils setzt die informierte Einwilligung des Patienten oder seines bevollmächtigten Vertreters voraus.

Jedes Organ wird nach spezifischen Kriterien unter Verwendung eines Allokationsalgorithmus vermittelt. Die Gewichtung der Allokationsfaktoren wird fortlaufend gemäß dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft überprüft und angepasst. Jede Vermittlungsentscheidung und ihre Gründe sind zu dokumentieren. Dies gilt auch für die Ablehnung eines angebotenen Spenderorgans.

Für die Allokation vermittlungspflichtiger Organe gilt die Reihenfolge: thorakale Organe, Leber, Dünndarm, Pankreas, Niere.

Im Rahmen kombinierter Organtransplantationen erfolgt die Allokation gemäß den Regeln des nach dieser Reihenfolge führenden Organs.

Darüber hinaus werden die Voraussetzungen bevorzugter kombinierter Transplantationen nicht-renaler Organe jeweils im Besonderen Teil geregelt; in jedem Fall ist dafür ein Auditverfahren bei der Vermittlungsstelle durchzuführen.

Änderungen bei der Organklassifikation, die sich erst nach erfolgtem Organangebot gegenüber einem Transplantationszentrum ergeben, werden nicht mehr berücksichtigt, auch wenn diese zu einer anderen Zuteilung geführt hätten. Das Zentrum wird über diese Änderungen informiert. Entscheidet es sich – gegebenenfalls in Absprache mit dem vorgesehenen Empfänger –, das Angebot daraufhin abzulehnen, wird die Allokation unter Verwendung der neuen Organklassifikation wieder aufgenommen.

Voraussetzung für die Organvermittlung an einen Patienten ist seine Aufnahme in die Warteliste eines Transplantationszentrums und seine Registrierung bei der Vermittlungsstelle mit den für die Vermittlung notwendigen aktuellen medizinischen Daten.

Die Aufnahme eines Patienten in die Warteliste zur Organtransplantation verpflichtet das Transplantationszentrum sicherzustellen, dass ein für ihn alloziertes Organ transplantiert werden kann, soweit keine medizinischen oder persönlichen Hinderungsgründe aufseiten des Empfängers vorliegen.

Deshalb muss jedes Transplantationszentrum dafür sorgen, dass es selbst oder ein es vertretendes Zentrum

– über die Annahme eines Organangebots jederzeit und unverzüglich entscheiden kann, und zwar bei der Transplantation allein der Niere in der Regel innerhalb von 60 Minuten, in allen anderen Fällen in der Regel innerhalb von 30 Minuten, und

– ein akzeptiertes Organ unverzüglich transplantiert, um die Ischämiezeit möglichst kurz zu halten; dies schließt ein, dass der Patient, dem das Organ transplantiert werden soll, in angemessener Zeit für die Transplantation vorbereitet und gegebenenfalls in das Zentrum transportiert werden kann.

Ist das Transplantationszentrum dazu nicht in der Lage, muss es dies der Vermittlungsstelle unter Angabe der Gründe unverzüglich mitteilen.

Lässt sich das Transplantationszentrum länger als eine Woche zusammenhängend vertreten, hat es alle Patienten der betroffenen Warteliste, die sich nicht für eine bedarfsweise Transplantation in einem anderen Zentrum entschieden haben, zu informieren.

3. Allokation von eingeschränkt vermittelbaren Organen

3.1. Ausgangssituation

Die Vermittlungsfähigkeit postmortal gespendeter Organe kann durch Funktionsminderungen oder durch Vorerkrankungen der Spender eingeschränkt sein. Eine exakte Definition von Kriterien für diese unter bestimmten Umständen dennoch gut funktionsfähigen Organe ist wegen der Vielfalt von Ursachen und Einzelheiten nicht möglich. Viele dieser Organe können unter den besonderen Bedingungen, wie sie das modifizierte und das beschleunigte Vermittlungsverfahren (siehe 3.3.) vorsehen, erfolgreich transplantiert werden. Damit kann ein Organverlust verhindert werden.

Voraussetzung für die Vermittlung nach einem der beiden besonderen Verfahren sind die Angabe der allgemeinen Akzeptanzkriterien durch das einzelne Zentrum gegenüber der Vermittlungsstelle und die mit dem einzelnen Patienten abgesprochenen persönlichen Akzeptanzkriterien.

Generell ist die Vermittlungsstelle verpflichtet, auch für eingeschränkt vermittelbare Organe ein Vermittlungsverfahren durchzuführen und dabei die Zentrums- und Patientenprofile zu berücksichtigen.

3.2. Kriterien für die Einschränkung der Vermittlungsfähigkeit

Die Vermittlungsfähigkeit von Organen wird unter anderem durch schwerwiegende Erkrankungen in der Vorgeschichte des Spenders oder durch Komplikationen im Verlauf seiner tödlichen Erkrankung oder Schädigung oder durch Komplikationen vor oder bei der Organentnahme eingeschränkt, insbesondere durch

– maligne Tumoren in der Anamnese

– Drogenabhängigkeit

– Virushepatitis (jeweils alternativ HBS Ag+, anti-HBC+ oder anti-HCV+)

– Sepsis mit positiver Blutkultur

– Meningitis.

Im Einzelfall muss die Einschränkung der Vermittlungsfähigkeit von den an der Organentnahme beteiligten Ärzten beurteilt werden.

Auch Domino-Transplantate gelten als eingeschränkt vermittlungsfähig. Domino-Transplantate sind Organe, die einem Empfänger im Rahmen der Transplantation eines Spenderorgans entnommen werden und anderen Patienten übertragen werden können.

3.3. Besondere Vermittlungsverfahren

3.3.1. Modifiziertes Vermittlungsverfahren

Organe sollen unter den in Abschnitt 3.2. beschriebenen Voraussetzungen nur solchen Transplantationszentren für solche Patienten angeboten werden, für die sie nach dem Zentrums- und dem Patientenprofil in Betracht kommen. Im Übrigen erfolgt die Vermittlung nach den allgemeinen Regeln für das jeweilige Organ.

3.3.2. Beschleunigtes Vermittlungsverfahren

Die Vermittlungsstelle ist zu diesem Verfahren berechtigt, wenn

– eine Kreislaufinstabilität des Spenders eintritt oder

– aus logistischen oder organisatorischen Gründen ein Organverlust droht oder

– aus spender- oder aus organbedingten Gründen drei Zentren das Angebot eines Herzens, von Lungen, eines Pankreas oder einer Leber oder fünf Zentren das Angebot einer Niere abgelehnt haben.

Im beschleunigten Vermittlungsverfahren gilt für jedes Organangebot eine Erklärungsfrist von maximal 30 Minuten. Wenn sie überschritten wird, gilt das Angebot aus organisatorischen Gründen als abgelehnt.

Um die Ischämiezeit möglichst kurz zu halten, werden Organe im beschleunigten Vermittlungsverfahren primär innerhalb einer Region angeboten. Die Vermittlungsstelle stellt dabei dem Zentrum oder den Zentren eine Liste von potenziellen Empfängern zur Verfügung, nach der das Zentrum oder die Zentren den gegenwärtig am besten geeigneten Empfänger in der Reihenfolge der Auflistung auswählen. Wenn Patienten aus mehr als einem Zentrum in Betracht kommen, wird das Organ dem Patienten zugeteilt, für den die Akzeptanzerklärung des zuständigen Zentrums als erste bei der Vermittlungsstelle eingegangen ist. Die Zentren müssen die Gründe für ihre Auswahlentscheidung gegenüber der Vermittlungsstelle dokumentieren.

3.4. Evaluation

Neben der Dokumentation der Auswahlentscheidung sollen die Ergebnisse der Transplantation aller eingeschränkt vermittelbaren Organe von der Vermittlungsstelle fortlaufend besonders dokumentiert und jeweils in Abständen von zwei Jahren auf der Grundlage eines gemeinsamen Berichts der Vermittlungs- und der Koordinierungsstelle evaluiert werden, soweit die organspezifischen Richtlinien nichts anderes bestimmen.

Die Transplantationszentren sind verpflichtet, der Vermittlungsstelle die für die Evaluation benötigten Daten zu übermitteln.

4. Sanktionen

Bei einem Verstoß gegen die Richtlinien zur Organvermittlung entfallen die Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Transplantation (§ 9 Abs. 1 Satz 2 TPG), und es liegt eine Ordnungswidrigkeit vor (§ 20 Abs. 1 Nr. 4 TPG). Wird der Vermittlungsstelle ein Verstoß bekannt oder hat sie zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür, unterrichtet sie die nach § 12 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TPG gebildete Prüfungskommission. Diese entscheidet über die Information der zuständigen Bußgeldstelle.

III. Besondere Regelungen zur Lungen­trans­plan­ta­tion

1. Gründe für die Aufnahme in die Warteliste

Eine Lungen­trans­plan­ta­tion kann medizinisch indiziert sein, wenn

  • ein hochgradiges respiratorisches Versagen trotz Ausschöpfung aller anderen Behandlungsoptionen nicht rückbildungsfähig ist, damit mit einer sehr begrenzten Lebensprognose (geschätzte 5-Jahres-Überlebensrate unter 50%) und/oder hochgradig eingeschränkten Lebensqualität verbunden ist

   und

  • durch die Transplantation mit hinreichender Aussicht auf Erfolg behandelt werden kann.

Die Ätiologie des hochgradigen Atemversagens ist sehr unterschiedlich, die Indikation somit differenziert zu definieren.

Die häufigsten Indikationsgruppen sind die zystische Fibrose (Mukoviszidose), verschiedene Formen der Lungenfibrose, des Lungenemphysem und des Lungenhochdrucks (pulmonale Hypertonie).

Für die große Mehrzahl der Patienten liegt eine hochgradige, irreversible Einschränkung des respiratorischen Systems zugrunde. Dieses setzt sich zusammen aus den Störungen der Atemmechanik, des Gasaustausches und des pulmonalen Blutflusses. Die Störungen sind zuverlässig zu objektivieren und zu quantifizieren anhand der

  • Symptomatik Belastungseinschränkungen bereits in Ruhe oder bei minimaler Belastung im alltäglichen Leben, entsprechend Stadien der New York Heart Association (NYHA III-IV), therapierefraktärer Pneumothorax oder pulmonale Blutungen
  • Lungenfunktion Vitalkapazität (VC), Ein-Sekunden-Kapazität (FEV1)
  • Blutgase Hypoxämie und/oder Hyperkapnie mit der Notwendigkeit zur Sauerstofftherapie oder maschinellen Beatmung (invasiv und nicht-invasiv) oder extrakorporale Verfahren (z. B. extrakorporale Membranoxygenierung, ECMO)
  • Hämodynamik Pulmonalarterieller Druck, Herzzeitvolumen, zentralvenöse Sättigung, Venendruck
  • Belastungsuntersuchungen Spiroergometrie (VO2 max. in ml/kg/min), 6-Minuten-Gehtest.

Darüber hinaus stellt sich die Indikation bei anderen Patienten mit folgenden seltenen Lungenerkrankungen: z. B. Sarkoidose, Lymphangioleiomyomatose, Langerhans-Histiozytose und das Bronchiolitis-obliterans-Syndrom (auch nach vorangegangener Lungen­trans­plan­ta­tion).

Ist die terminale Lungenerkrankung mit einer irreversiblen Herzerkrankung verbunden, so dass eine isolierte Herz- oder Lungen­trans­plan­ta­tion nicht möglich ist, kann die Indikation zur kombinierten Herz-Lungen-Transplantation gestellt werden. Die Allokation erfolgt dann nach den Regelungen für die Herz- und Herz-Lungen-Transplantation.

2. Gründe für die Ablehnung einer Aufnahme
in die Warteliste

Als Gründe für die Ablehnung einer Aufnahme in die Warteliste gelten die im Allgemeinen Teil festgelegten Kriterien (I.4.). Im Hinblick auf Befunde, Erkrankungen oder Umstände, die das Operationsrisiko erheblich erhöhen oder den längerfristigen Erfolg der Transplantation infrage stellen, gilt:

  • Für die Atemwegskolonisation mit Erregern, die mit einer Antibiose nicht mehr behandelbar sind (insbesondere Burkholderia cenocepacia, BCC III), ist eine differenzierte Betrachtung im Kontext von anderen Risikofaktoren notwendig.
  • Eine nicht gelöste Suchtproblematik (z. B. Nikotin, Alkohol, Drogen) ist in der Regel eine Kontraindikation für eine Lungen­trans­plan­ta­tion und kann somit ein Grund für die Ablehnung einer Aufnahme in die Warteliste sein.
  • Kurativ behandelte Tumorerkrankungen mit weniger als 2-jährigem rezidivfreien Intervall (in Risikofällen 5-jährigem rezidivfreien Intervall) sind ebenfalls eine Kontraindikation für eine Lungen­trans­plan­ta­tion und somit ein Grund für die Ablehnung einer Aufnahme in die Warteliste.

3. Kriterien für die Allokation von Lungen

Da sich für Patienten mit hochgradiger, irreversibler Einschränkung des respiratorischen Systems die Wahrscheinlichkeit des Versterbens auf der Warteliste zur Lungen­trans­plan­ta­tion individuell erheblich unterscheidet und auch präoperative Faktoren das Ergebnis nach Transplantation beeinflussen, wird das Maß für Dringlichkeit und Erfolgsaussicht der Transplantation nach dem Lung-Allocation-Score (LAS) berechnet.

Ein LAS-basiertes Allokationssystem ist für die USA auf Grundlage der amerikanischen Transplantationsdaten entwickelt worden und wird seit Mai 2005 angewendet.

Der LAS wird in der Fassung vom 1. Januar 2010* in dieser Richtlinie übernommen; in der Folge wird die LAS-basierte Allokation regelmäßig durch die Ständige Kommission Organtransplantation überprüft und gegebenenfalls an den Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft angepasst.

Dazu ist es erforderlich, mit der Umstellung auf die Allokation nach dem LAS eine Datenbank für Deutschland einzurichten. Die Datenbank wird von der Vermittlungsstelle geführt. Sie erfasst die LAS-Parameter, die Wartelistensterblichkeit, das Einjahresüberleben sowie definierte Parameter zur Weiterentwicklung des Scores (sogenannte LAS-plus-Score). Mit der Aufnahme in die Warteliste erfolgt die Erfassung der für den LAS erforderlichen Parameter der Patienten und die Kalkulation des Scores durch die Vermittlungsstelle. Die Korrektheit der übermittelten Daten wird durch ein geeignetes Verfahren überprüft.

3.1. Berechnung des LAS

Der LAS-Score wird wie folgt berechnet:

1. Berechnung der Überlebenswahrscheinlichkeit auf der Warteliste für das folgende Jahr

2. Berechnung des Wartelistenindex

3. Berechnung der Überlebenswahrscheinlichkeit für das erste Jahr nach Transplantation

4. Berechnung des Überlebensindex nach Transplantation

5. Kalkulation des LAS-Rohwertes aus Überlebensvorteil durch die Transplantation abzüglich Wartelistenindex

6. Der endgültige LAS errechnet sich durch Normalisierung des LAS-Rohwertes auf einer Skala von 0 bis 100.

3.2. Zuerkennung eines LAS in Ausnahmefällen

Erfüllt in Ausnahmefällen das gesamte Krankheitsbild (z. B. Sklerodermie oder Zustand nach Knochenmarkstransplantation) eines Patienten keine der vorgenannten LAS-Kriterien, begründet das Transplantationszentrum in einem Antrag an die Vermittlungsstelle, warum der LAS die Dringlichkeit und Erfolgsaussicht einer Transplantation bei diesem Patienten und seinem Krankheitsbild nicht adäquat widerspiegelt. In diesen Ausnahmefällen beruft die Vermittlungsstelle zur Feststellung der Dringlichkeit und Erfolgsaussicht eine Sachverständigengruppe ein, um zu klären, welcher LAS zuerkannt wird.

Basierend auf diesen durch die Sachverständigengruppe beurteilten Ausnahmefällen werden – wenn medizinisch sinnvoll und aufgrund der Datenlage möglich – Vorschläge zur Weiterentwicklung des LAS erarbeitet, die der Ständigen Kommission Organtransplantation (zur Ergänzung dieser Richtlinie) vorgelegt werden.

3.3. Aktualisierung des LAS

Die Transplantationszentren sind verpflichtet, die für den LAS erforderlichen Parameter der Wartelistenpatienten mindestens vierteljährlich zu aktualisieren. Eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands und damit eine Änderung der Dringlichkeit der Transplantation erfordert eine unverzügliche Mitteilung der für die Aktualisierung des Scores durch die Vermittlungsstelle erforderlichen Daten.

Darüber hinaus sind die Transplantationszentren verpflichtet, der Vermittlungsstelle die für die Berechnung der Wartelistensterblichkeit, des Einjahresüberlebens und zur Weiterentwicklung des LAS (vgl. 3.) erforderlichen Daten (siehe Anlage I) bei der Aufnahme auf die Warteliste und während der Wartezeit vierteljährlich mitzuteilen. Nach der Transplantation wird der Vermittlungsstelle das Überleben des Empfängers nach 90 Tagen, nach einem Jahr und dann jährlich von den Transplantationszentren mitgeteilt.

3.4. Algorithmus für die Lungenallokation

Die Allokation von Spenderorganen erfolgt für alle transplantablen Patienten zunächst nach Größe und Blutgruppe. Kommen danach mehrere Patienten als Empfänger in Betracht, wird nach dem höchsten LAS-Wert alloziert.

3.4.1. Größenkompatibilität

Die Größenkompatibilität wird nach der nach Größe und Geschlecht geschätzten totalen Lungenkapazität (TLC) von Spender- und Empfängerlungen ermittelt: Als kompatibel gilt ein Spenderorgan, welches eine bis zu 10 % geringere oder eine bis zu 20 % größere TLC aufweist. Liegen besondere anatomische Verhältnisse (z. B. Thoraxdeformität) des Organempfängers vor, muss die Empfänger-TLC im Empfängerprofil angepasst werden. Für besonders kleine Empfänger (TLC < 5 l), bei denen eine Lungenlappen-Transplantation geplant ist, kann eine deutlich größere Lunge alloziert werden. (Die Planung von größenreduzierter Transplantation ist im Empfängerprofil explizit zu erwähnen.)

3.4.2. Blutgruppenidentität und -kompatibilität im AB0-System

Um eine Benachteiligung von Kandidaten mit seltenen Blutgruppen (B, AB) zu vermeiden, wurde von einer stringenten blutgruppenidentischen Allokation abgewichen:

Die Verteilung von Spenderorganen richtet sich nach den folgenden Regeln:

1. Die Allokation erfolgt zunächst nach folgenden Blutgruppenregeln:

2. Falls eine Allokation nach den Regeln zu Nummer 1 nicht möglich ist, erfolgt die Allokation Blutgruppen-kompatibel wie folgt:

3.5. Kinder und Jugendliche

Der LAS ist nur für Empfänger ab 12 Jahren verifiziert. Daher erfolgt die Allokation bei Kindern bis 12 Jahre abweichend: Für sie wird ein LAS von 100 angenommen.

Bei Kindern und Jugendlichen bestehen besondere anatomische Brustkorb- und Lungen-Größenverhältnisse. Um eine Benachteiligung dieser Patientengruppe zu vermeiden, werden Transplantate von Spendern unter 18 Jahren nach folgendem Schema alloziert:

3.6. Kombinierte Organtransplantation

Patienten mit geplanter Herz-Lungen-Transplantation haben Vorrang vor Patienten mit isolierter Herz- oder isolierter Lungen­trans­plan­ta­tion. Organe für Patienten mit geplanter Herz-Lungen-Transplantation werden nicht nach dem Lung-Allocation-Score (LAS), sondern nach den Regelungen für die Herz- und Herz-Lungen-Transplantation alloziert.

Für andere kombinierte Lungen­trans­plan­ta­tionen mit nicht-renalen Organen beruft die Vermittlungsstelle auf Antrag des Transplantationszentrums eine Sachverständigengruppe ein, um zu klären, welcher LAS zuerkannt wird.

3.7. Behandlung mit extrakorporalen Verfahren

Bei Patienten, die mit einem extrakorporalen Lungenersatzverfahren therapiert werden müssen, werden bei der Berechnung des LAS die inspiratorische Sauerstoffkonzentration und der arterielle pCO2-Wert unmittelbar vor Anschluss an das extrakorporale Verfahren berücksichtigt und auch bei der Reevaluation/Aktualisierung weiter angewandt.

3.8. Nicht transplantabel (nicht transplantabel – NT)

Wird ein Patient im NT-Status wieder als transplantabel eingestuft, ist eine erneute Dateneingabe zur Berechnung des LAS notwendig.

4. Zusammensetzung der Sachverständigengruppe und Verfahren

Die Sachverständigengruppe besteht aus drei in der Lungen­trans­plan­ta­tion erfahrenen Ärzten aus verschiedenen Zentren im Bereich der Vermittlungsstelle, nicht jedoch aus dem anmeldenden Zentrum. Die Mitglieder der Sachverständigengruppe werden von der Vermittlungsstelle zur Beurteilung von Ausnahmefällen benannt (siehe Abschnitt 3.2.).

Die Entscheidung der Sachverständigengruppe erfolgt zeitnah und ist mehrheitlich zu treffen. Jedes Votum wird begründet und durch die Vermittlungsstelle dokumentiert.

Eine Reevaluation dieser Sonderfälle ist dann erforderlich, wenn sich der medizinische Zustand des Patienten ändert, der für die Einschätzung des zuerkannten LAS maßgeblich war, spätestens jedoch nach 8 Wochen.

*s. Anlage II

Anlage I
Parameter zur Berechnung des Lung Allocation Score (inklusive LAS plus)

I. Allgemeine Parameter

  • Geburtsdatum
  • Größe (cm)
  • Gewicht (kg)
  • Diagnose der Lungenerkrankung
  • funktioneller Status (ohne Unterstützung, leichte Unterstützung, volle Unterstützung)
  • Diabetes (unbekannt, insulinabhängig, kein Diabetes, nicht insulinabhängig)
  • Beatmung (keine, CPAP, BiPAP, kontinuierlich invasiv, intermittierend invasiv)
  • Sauerstoffbedarf (kein, in Ruhe, nur nächtlich, nur bei Belastung)
  • Sauerstoffbedarf (L/min oder %)
  • forcierte Vitalkapazität (% Soll)
  • systolischer Pulmonalisdruck (mmHg)
  • mittlerer Pulmonalisdruck (mmHg)
  • mittlerer Lungenkapillarenverschlussdruck (mmHg)
  • aktueller Kohlendioxid-Partialdruck (mmHg)
  • maximaler Kohlendioxid-Partialdruck (mmHg)
  • minimaler Kohlendioxid-Partialdruck (mmHg)
  • Kohlendioxid-Partialdruck, Anstieg (%)
  • 6-Minuten-Gehtest (m)
  • Sauerstoffsättigung am Belastungsende (%)
  • Kreatinin (mg/dl)
  • glomeruläre Filtrationsrate < 40 ml/min ja/nein
  • Bilirubin (µmol/l)
  • Koagulopathie (INR > 2, Thrombozyten < 50 Tsd/µl) ja/nein
  • i. v. Prostanoide ja/nein
  • Pneumothorax mit Drainage ja/nein
  • kombiniertes Transplantationsverfahren ja/nein
  • extrakorporale Unterstützung (kein, interventional lung assist, ECMO)

II. Diagnose der Lungenerkrankung

  • allergische bronchopulmonale Aspergillose
  • Alpha-1- Antitrypsin-Mangel
  • Alveolarproteinose
  • Amyloidose
  • ARDS
  • BOOP / organisierende Pneumonie
  • Bronchiektasie
  • Bronchoalveoläres Karzinom
  • Bronchopulmonale Dysplasie
  • Karzinoidtumor
  • chronische Pneumonitis des Kindesalters
  • variabler Immundefekt
  • kongenitale Malformation
  • konstriktive Bronchiolitis
  • COPD/Lungenemphysem
  • CREST Syndrom – pulmonale Hypertension
  • CREST Syndrom – restriktive Verlaufsform
  • zystische Fibrose (Mukoviszidose)
  • Ehlers-Danlos-Syndrom
  • Eisenmenger-Syndrom mit Vorhofseptum Defekt
  • Eisenmenger-Syndrom mit multipler kongenitaler Anomalie
  • Eisenmenger-Syndrom mit anderer Erkrankung
  • Eisenmenger-Syndrom mit persistierendem Ductus arteriosus
  • Eisenmenger-Syndrom mit Ventrikelseptumdefekt
  • eosinophiles Granulom
  • fibrocavitäre Lungenerkrankung
  • fibrosierende Mediastinitis
  • Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
  • granulomatöse Lungenerkrankung
  • Hermansky-Pudlak-Syndrom
  • Hypersensitivitätspneumonitis/exogen allergische Alveolitis
  • Hypogammaglobulinämie
  • idiopathische Lungenfibrose
  • Inhalationstrauma/Verbrennung
  • Kartagener-Syndrom
  • Lungenretransplantation/Transplantatversagen bei Abstoßung
  • Lungenretransplantation/Transplantatversagen unspezifisch
  • Lungenretransplantation/Transplantatversagen obliterative Bronchiolitis
  • Lungenretransplantation/Transplantatversagen obstruktive Verlaufsform
  • Lungenretransplantation/Transplantatversagen andere
  • Lungenretransplantation/Transplantatversagen primäres Transplantatversagen
  • Lungenretransplantation/restriktives Transplantatversagen
  • Lupus erythematodes, systemischer
  • Lymphangioleiomyomatose
  • lymphatische interstitielle Pneumonitis
  • gemischte Bindegewebserkrankung (Mixed connective tissue disease)
  • obliterative Bronchiolitis (nicht Z. n. Lungen­trans­plan­ta­tion)
  • obstruktive Lungenerkrankung, chronische
  • Berufserkrankung
  • paraneoplastische pemphigusassoziierte Lungenerkrankung
  • Polymyositis
  • portopulmonale Hypertension
  • primäre Ziliäre Dyskinesie
  • idiopathische pulmonale Hypertension
  • idiopathic pulmonale Hämosiderose
  • andere fibrosierende Lungenerkrankung
  • pulmonale hyalinisierende Granulome
  • pulmonale Telangiektasie – pulmonale Hypertension
  • pulmonale Telangiektasie, restriktive
  • pulmonale Thromboembolie disease
  • pulmonal vaskuläre Erkrankung
  • pulmonale venoocclusive Erkrankung
  • Pulmonalstenose
  • rheumatoide Erkrankung
  • hypoplastische Lungenerkrankung
  • Sarkoidose
  • Schwachman-Diamond-Syndrom
  • Sklerodermie – pulmonale Hypertension
  • Sklerodermie, restriktive Verlaufsform
  • sekundäre pulmonale Hypertension
  • Silikose
  • Sjögren-Syndrom
  • Surfactantprotein B-Mangel
  • Teratom
  • chronisch thrombembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH)
  • tuberöse Sklerose
  • M. Wegener – Bronchiektasie
  • M. Wegener

Anlage II
Eine Anleitung zur Berechnung des Lung Allocation Score

Im Rahmen des in den USA verwendeten Lungenvergabemodells werden den Kandidaten für eine Lungen­trans­plan­ta­tion anhand eines Punktesystems, dem sogenannten Lung Allocation Score, Prioritäten zugeordnet.

Was ist der Lung Allocation Score?

Der Lung Allocation Score (LAS) dient dazu, die Kandidaten auf einer Warteliste mittels einer Kombination aus den Parametern Wartelisten-Dringlichkeitsstufe und Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Transplantation zu priorisieren. In diesem Zusammenhang wird die Wartelisten-Dringlichkeitsstufe danach definiert, was mit einem Kandidaten voraussichtlich (d. h. in Anbetracht der jeweiligen Kenndaten) innerhalb des nächsten Jahres passiert, wenn er oder sie kein Transplantat erhält. Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Transplantation wird danach definiert, was mit einem Kandidaten voraussichtlich (d. h. in Anbetracht der jeweiligen Kenndaten) innerhalb des ersten Jahres nach der Transplantation passiert, wenn er oder sie ein Transplantat erhält.

Wie wird die LAS-Berechnung durchgeführt?

Die Berechnung des LAS umfasst die folgenden Schritte:

1. Berechnung der Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit während der nächsten Jahre

2. Berechnung des Wartelisten-Dringlichkeitswertes

3. Berechnung der Posttransplantations-Überlebenswahrscheinlichkeit im ersten Jahr nach der Transplantation

4. Berechnung des Posttransplantations-Überlebenswertes

5. Berechnung des primären Zuteilungswertes

6. Angleichung des primären Zuteilungswertes, um LAS zu ermitteln.

Die einzelnen Schritte werden im Folgenden näher erläutert.

Wie wird der LAS berechnet?

Um das Verfahren zu veranschaulichen, haben wir den LAS für einen hypothetischen Kandidaten ermittelt.

Die nachfolgende Beschreibung der Berechnung des LAS basiert auf der Annahme, dass alle Kenndaten bekannt sind. Mit Ausnahme einiger Schlüsseldaten (z. B. Alter und Diagnose) kann der LAS auch bei fehlenden Kenndaten berechnet werden. Fehlt ein Kennwert, wie z. B. Kreatinin-Wert oder BMI, wird ein Standardwert verwendet. Bei einigen Kenndaten ist der angenommene Standardwert gleich dem Normalwert des fraglichen Kennwertes; bei anderen Kenndaten ist der Standardwert der ungünstigste Wert des fraglichen Kennwertes. Ein Normalwert ist ein Wert, der bei einer in Bezug auf den fraglichen Kennwert gesunden Person gemessen würde. Der ungünstigste Wert ist der Wert in Bezug auf den fraglichen Kennwert, welcher den niedrigsten LAS ergibt. Generell ist der ungünstigste Wert der in Bezug auf den fraglichen Kennwert mögliche Minimal- oder Maximalwert.

HINWEISE:

  • Wir haben die Parameter-Schätzwerte und Überlebensraten auf 6 Stellen hinter dem Komma gerundet. Die gerundeten Werte dienen lediglich der Veranschaulichung. Die in der eigentlichen Berechnung des LAS verwendeten Parameter-Schätzwerte und Überlebenswahrscheinlichkeiten haben bis zu 16 Stellen hinter dem Komma. Der geschätzte LAS gemäß Berechnung nach den in diesem Dokument beschriebenen Methoden kommt dem auf Basis des tatsächlichen Allokationsalgorithmus ermittelten LAS nahe, ist jedoch nicht mit diesem identisch. Kandidaten, die zurzeit auf einer Lungen-Warteliste stehen, sollten ihr Transplantationszentrum um die Übermittlung ihres LAS bitten.
  • Die hier verwendeten Parameter-Schätzwerte und Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeiten datieren vom 7. Januar 2009. Die für die Berechnung verwendeten Kenndaten oder Schätzungen werden zwar künftig möglicherweise geändert, dies hat jedoch keinen Einfluss auf die grundsätzliche LAS-Berechnungsmethode.

Schrittweise Berechnung des LAS

Schritt 1.

Berechnung der erwarteten Warteliste-Überlebenswahrscheinlichkeit während des nächsten Jahres:

SWL,i(t) = SWL,0(t)eβ1xji+βx2i+...+βpxpi

wobei

SWL,i(t) die erwartete Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt t für Kandidat i ist;

SWL,0(t) Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt t;

d. h., die Überlebenswahrscheinlichkeit für einen Kandidaten, bei dem alle Kenndaten gleich den Baseline-Werten (Anhang 1) sind;

β1, β2, ... βp sind die Parameter-Schätzwerte aus dem Wartelistenmodell (Tabelle 1)

Xji ist der Wert des Kennwerts j für Kandidat i (j = 1, 2, ..., p)

i = 1, 2, ..., N ist die Kandidatenkennziffer

In diesem Schritt wird die Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit zu jedem Zeitpunkt (SWL,0(t)) gegen die Kenndaten des Kandidaten abgeglichen, um die erwartete Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit des Kandidaten SWL,i(t) zu ermitteln. Die ermittelte Überlebenswahrscheinlichkeit kann höher oder niedriger als die Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit sein. Hier ein hypothetisches Beispiel, in dem die erwartete Überlebenswahrscheinlichkeit für Kandidat i niedriger als die Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit ist.

Um die erwartete Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit eines Kandidaten während des nächsten Jahres zu berechnen, sind drei Schritte erforderlich:

(i)  Summe aus dem Produkt der Parameter-Schätzwerte und Kennwerte für Kandidat i:
β1X1i + β 2X2i +...+ βpXpi (zu β-Werten, siehe Tabelle 1.)

(ii)  Summe in den Exponenten erheben:
e β1X1i + β 2X2i +...+ βpXpi

(iii)  Den Exponenten auf die Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit zu allen Zeitpunkten im nächsten Jahr anwenden:

SWL,0 (t) e β1X1i + β 2X2i +...+ βpXpi (zu Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeitswerten, siehe Anhang 1.)

Berechnung des Wartelisten-Dringlichkeitswertes:

Der Wartelisten-Dringlichkeitswert (WLi) wird als der Flächeninhalt unterhalb der Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeits-Kurve während des nächsten Jahres auf der Warteliste definiert. Anders ausgedrückt ist es die Anzahl der Tage, die ein Kandidat mit einer spezifischen Kenndatenmenge während des nächsten Jahres auf der Warteliste wahrscheinlich überlebt.

Da die Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit, SWL,0(t), auf Informationen basiert, die auf täglicher (nicht stündlicher) Grundlage gewonnen werden (z. B. täglich überlebende oder verstorbene Patienten), bleibt die Überlebenswahrscheinlichkeit über den Tag gesehen unverändert. Dies ergibt eine „Kurve“, die in Wirklichkeit aus vielen einzelnen Stufen besteht. So ist auch die Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeits-Kurve des Kandidaten, SWL,i(t), eine Stufenfunktion, allerdings mit verschieden hohen Stufen (siehe Abb. auf vorheriger Seite).

Im Beispiel kann der Flächeninhalt unter der Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeits-Kurve, SWL,0(t), als Summe der Flächen der Rechtecke berechnet werden, wobei die Breite = 1 Tag und die Höhe = Überlebenswahrscheinlichkeit an diesem Tag ist.

Die Höhe der Rechtecke ändert sich je nach Kenndatensatz eines bestimmten Kandidaten: SWL,0(t) wird durch Berücksichtigung der Kenndaten des Kandidaten zu SWL,i(t). Für Tag 0 bis 1 ist die Höhe des Rechtecks bei Kandidat i SWL,i(0), für Tag 1 bis 2 ist die Höhe SWL,i(1) und so weiter. Die Breite der Rechtecke bleibt bei allen Kandidaten gleich: 1 Tag.

Der Wartelisten-Dringlichkeitswert (WLi), der Flächeninhalt unterhalb der Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeits-Kurve für das nächste Jahr, kann mathematisch wie folgt ausgedrückt werden:

Theoretisch kann WLi zwischen 0 Tagen (wenn die erwartete Überlebenswahrscheinlichkeit an Tag 1 = 0 ist) und 365 Tagen (wenn die erwartete Überlebenswahrscheinlichkeit 100 % während des gesamten nächsten Jahres auf der Warteliste ist) liegen. Doch das sind die Extremfälle; die meisten Kandidaten haben einen WLi -Wert, der größer als 0, aber kleiner als 365 Tage ist.

Schritt 2.

Berechnung der erwarteten Posttransplantations-Überlebenswahrscheinlichkeit im ersten Jahr nach der Transplantation:

STX,i(t) = STX,0(t)eα1Y1i+α2Y2i+...αqYqi

wobei

STX,i(t) die erwartete Posttransplantations-Überlebenswahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt t für Kandidat i ist;
STX,0(t) die Baseline-Posttransplantations-Überlebenswahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt t,

d. h., die Überlebenswahrscheinlichkeit für einen Kandidaten, bei dem alle Kenndaten gleich den Baseline-Werten (Anhang 2) sind;

α1, α2, ... αq sind die Parameter-Schätzwerte aus dem Posttransplantationsmodell (Tabelle 2)

Yji ist der Wert des Kennwerts j für Kandidat i (j = 1, 2, ..., q)

i = 1, 2, ..., N ist die Kandidatenkennziffer.

Dies ist die gleiche Berechnung, die wir in Schritt 1 durchgeführt haben, doch diesmal gelten die Kenndaten, Parameter-Schätzwerte und Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit nicht für die Wartezeit, sondern für den Zeitraum nach der Transplantation.

Wie bei der Berechnung der Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit in Schritt 1 erfordert auch die Berechnung der erwarteten Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Transplantation 3 separate Schritte:

(i) Summe aus dem Produkt der Parameter-Schätzwerte und Kennwerte für Kandidat i: α1Y1i + α2Y2i +...+ αqYqi
(zu α-Werten, siehe Tabelle 2)

(ii) Summe in den Exponenten erheben: e α1Y1i+α2Y2i+...αqYqi

Den Exponenten auf die Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeit zu allen Zeitpunkten im nächsten Jahr anwenden:

(iii) STX,0(t)eα1Y1i+α2Y2i+...αqYqi (zu Baseline-Überlebenswahrscheinlichkeiten, siehe Anhang 2).

Schritt 3.

Berechnung des Posttransplantations-Überlebenswertes:

Die Logik dieser Berechnung entspricht derjenigen der Wartelistenseite. Der Posttransplantations-Überlebenswert für Kandidat i (PTi) ist der Flächeninhalt unterhalb der Posttransplantations-Überlebenswahrscheinlichkeits-Kurve für das erste Jahr. Er kann durch Addierung der Flächen der Rechtecke der Höhe von STX,i(t) und der Breite von 1 Tag berechnet werden.

Wie bei WLi reicht das theoretische Spektrum des PTi von 0 Tagen bis 365 Tage, wobei die meisten Kandidaten einen Wert irgendwo dazwischen erzielen.

Schritt 4.

Berechnung des primären Zuteilungswertes:

Der Transplantat-Nutzwert für Kandidat i (Nutzwerti) ist:

Nutzwert i = PTi – WLi

= erwartete Überlebenstage während des 1. Jahres nach der Transplantation – erwartete Überlebenstage während zusätzlichen Jahres auf der Warteliste

= zusätzliche Überlebenstage mit Transplantat verglichen mit keinem Transplantat

Der primäre Zuteilungswert für Kandidat i (Primärwert i) ist:

Primärwert i = Nutzwert i – WLi

= PTi – 2*WLi

Da sich sowohl WLi als auch PTi zwischen 0 und 365 bewegen, reicht der Primärwert von –730 bis 365.

Schritt 5.

Angleichung des primären Zuteilungswertes, um LAS zu ermitteln:

Um einen Endwert zwischen 0 und 100 zu ermitteln, muss der Primärwert angeglichen werden.

Nach der Angleichung sollte der Primärwert von –730 einem LAS von 0 und ein Primärwert von 365 einem LAS von 100 entsprechen.

Deshalb wird wie folgt angeglichen:

Beispiel

Angenommen, der Kandidat Z hat den folgenden Satz von Kenndaten:

}

BMI = Gewicht (kg)/Größe (m)2

= 0,84 kg/(1,727 m)2

= 25,092799 kg/m2

Beispiel – Schritt 1.

Berechnung der Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit

SWL,Z(t) = SWL,0(t)eβ1x1z+β2x2z+...βqxqz

a) Zunächst den Exponenten berechnen: β1X1z + β2X2z + ... + βpXpz

b) Den Exponenten erheben: eβ1x1i+β2x2i+...+βqxpi = e–0,360629 = 0,697238

c) Berechnung der Wartelisten-Überlebenswahrscheinlichkeit zu jedem Zeitpunkt für Kandidat Z

Beispiel – Schritt 2.

Berechnung des Wartelisten-Dringlichkeitsmaßes:

Beispiel – Schritt 3.

Berechnung der Posttransplantations-Überlebenswahrscheinlichkeit im ersten Jahr nach der Transplantation:

a) Zunächst den Exponenten berechnen: α1Y1z + α2Y2z + ... + αqYqz

b) Den Exponenten erheben: e α1Y1z + α2Y2z + ... + αqYqz = e–0,247529 = 0,780728

c) Berechnung der Überlebenswahrscheinlichkeit nach der Transplantation zu jedem Zeitpunkt für Kandidat Z

Beispiel – Schritt 4.

Berechnung des Posttransplantations-Überlebenswertes

Beispiel – Schritt 5.

Berechnung des primären Zuteilungswertes:

Beispiel – Schritt 6.

Angleichung des primären Zuteilungswertes, um LAS zu ermitteln:

B. Inkrafttreten

Die Änderungen in den unter A. genannten Richtlinien treten am 10. 12. 2011 in Kraft.

[Hinweis: Der Wortlaut der jeweils geltenden Richtlinien ist abrufbar unter: http://www.bundesaerztekammer.de/organtransplantation]

Korrespondenzanschrift:

Bundes­ärzte­kammer

Dezernat VI

Herbert-Lewin-Platz 1

10623 Berlin

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema