ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2011Versorgungsgesetz: Hochqualifizierte Ausführung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

In Heft 38/2011 des DÄ befindet sich eine hochqualifizierte Ausführung zum bevorstehenden Versorgungsstrukturgesetz unter dem Titel „Schleichender Tod“ von dem stellvertretenden Chefredakteur Josef Maus. Diese Sätze sollte sich jeder Arzt, jeder Landespolitiker, jeder Krankenhausfachmann und besonders unser derzeitiger Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter, Herr Bahr, vor Augen halten, auch unseren Bürgern würde das Wissen guttun. Ohne eine qualifizierte spezial fachärztliche Versorgung in Bürgernähe wird auch dieses Versorgungsstrukturgesetz das endgültige Aus für das in der Welt bekannte beste Gesundheitswesen bedeuten. Herr Bahr sollte seinen gesunden Menschenverstand walten lassen und nicht auf Länderideen, Ärzte und Kassen hören, sondern die Stimmen der Bevölkerung bewerten, die schon heute unter der nicht mehr voll qualifizierten Versorgung leidet. Die Öffnung der Krankenhäuser bildet hier keine Lösung. Herr Bahr sollte hier per Anordnung die bisher in der Vergangenheit begangenen Fehler vorsichtig beseitigen . . .

Die zwangsweise Trennung zwischen Hausarzt (Facharzt für Allgemeinmedizin) und spezialärztlicher Versorgung im niedergelassenen Bereich hat zu entfallen, da der Hausarzt allein die qualifizierte Versorgung nicht ermöglichen kann.

Anzeige

Was vor rund 40 Jahren nicht möglich war, kann auch heute nicht möglich sein, trotz Weiterbildung.

Wir brauchen speziell ausgebildete Fachärzte für Augen, HNO, Haut und Orthopädie im niedergelassenen Bereich, nicht nur Hausärzte und Krankenhäuser, wie Ulla Schmidt (SPD) es einmal forderte. Eine Bedarfsplanung für spezialisierte Fachärzte besteht mit Recht. Herr Bahr sollte eine echte, bürgernahe Gesundheitsreform bewirken und keiner Staatsmedizin Vorschub leisten.

Der letzte Satz in Herrn Josef Maus’ Ausführungen hat absolute Gültigkeit: Es wäre schade um den guten Ansatz.

Dr. Dr. Franz-Josef Broicher, 51069 Köln

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema