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Chargenrückruf von Supertendin®– UCB-Pharma weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass bestimmte Chargen von Supertendin 5 (5/30 mg/ml Injektionssuspension) aufgrund eines Qualitätsmangels zurückgerufen werden. In einer einzigen intakten Ampulle der Lösung aus Dexamethason und Lidocain hatte man ein größeres Glasstück identifiziert. Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass weitere Ampullen aus der gleichen Charge ebenfalls Glasstücke enthalten, werden vorsorglich alle betroffenen Packungsgrößen zurückgerufen. Betroffen sind die Chargen:

  • N Supertendin®5 Ampullen 3 x 1 ml: Ch.-B. 361908
  • N Supertendin®5 Ampullen 10 x 1 ml: Ch.-B. 361910
  • N Supertendin®5 Ampullen 50 x 1 ml: Ch.-B. 361758.

Lieferengpass von Apidra® Patronen – Aufgrund einer technischen Störung in einer Produktionsanlage gibt Sanofi einen Lieferengpass von Apidra-3ml-Patronen wie Apidra® Patrone, Apidra® Patrone für OptiClik®, Apidra® SoloStar® und Apidra® OptiSet® bis zu Beginn des Jahres 2012 bekannt. Für davon betroffene Patienten gibt es drei Möglichkeiten:

  • Die Umstellung auf ein anderes schnellwirksames Insulinanalogon wie Humalog® (Insulin lispro) oder Novo-Rapid® (Insulin aspart) bei engmaschiger Kontrolle des Blutzuckerspiegels.
  • Alternativ die Umstellung auf kurzwirksames Humaninsulin wie Insuman® Rapid, Huminsulin® Normal oder Actrapid® oder auf ein anderes verfügbares kurzwirksames Humaninsulin. Da diese Insuline eine langsamere Anflutung und eine längere Wirkdauer als Apidra haben, sind die Überwachung der Therapieumstellung durch einen Arzt und eine häufigere Blutzuckermessung erforderlich; ebenso muss die Dosis nach Bedarf angepasst werden.
  • Patienten, für die eine Durchstechflasche und Einmalspritze eine akzeptable Alternative sind, können auf Apidra in einer Durchstechflasche und Einmalspritze umgestellt werden, solange die Patronen nicht verfügbar sind. Eine Dosisanpassung ist hierbei nicht nötig.

Sanofi bietet zur Unterstützung der Umstellung Schulungsmaterial für Patienten an (www.diabetologieportal.de zum Download).

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Cave: Cipramil® und dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls – Der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Citalopram ist indiziert zur Behandlung von depressiven Erkrankungen sowie Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie. In einem Rote-Hand-Brief berichtet der Hersteller (Lundbeck), dass Citalopram mit einer dosisabhängigen QT-Intervall-Verlängerung in Zusammenhang gebracht wird. Die Maximaldosis wurde daher auf 40 mg täglich reduziert. Bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion beträgt sie 20 mg täglich.

Citalopram ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter QT-Intervall-Verlängerung oder angeborenem Long-QT-Syndrom sowie bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern. Bei Anwendung von Citalopram bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Torsade-de-Pointes-Tachykardie (zum Beispiel bei Herzinsuffizienz, kürzlich aufgetretenem Myokardinfarkt, Bradyarrhythmien oder Neigung zu Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie) ist Vorsicht geboten.

Rote-Hand-Brief zu Pradaxa® Boehringer-Ingelheim weist in einem Rote-Hand-Brief auf neue Empfehlungen zur Überprüfung der Nierenfunktion bei Patienten hin, die mit Dabigatran (Pradaxa) behandelt werden oder behandelt werden sollen. Hintergrund sind Fallberichte aus Japan über letale Blutungen, die meistens bei älteren Menschen mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion auftraten. Der direkte Thrombinhemmer ist zur Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenkersatz sowie zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern zugelassen.

Neu: Antihypertonikum Azilsartan – Takeda-Pharma hat die Zulassung für den Wirkstoff Azilsartan als Edarbi® erhalten. Edarbi ist ein einmal täglich zu dosierender Angiotensin-II-Antagonist (Angiotensin-Rezeptorblocker) zur Therapie der essenziellen Hypertonie. In Studien der Phase 3 trat unter der höchsten untersuchten Azilsartan-Dosis (80 mg/Tag) eine signifikant größere Absenkung des systolischen Blutdrucks als unter der höchsten getesteten Dosis der Angiotensin-II-Antagonisten Olmesartan (40 mg/Tag) und Valsartan (320 mg/Tag) sowie des ACE-Hemmers Ramipril (10 mg/Tag) auf.

Buccaltablette Loramyc® gegen orale Candidosen – Immunsupprimierte Patienten erkranken häufig an einer oralen Candidose. Mit Loramyc steht für diese Patienten ein orales Therapeutikum mit breitem Wirkspektrum gegen alle relevanten Candida-Spezies zur Verfügung. Die innovative mukoadhäsive Buccaltablette enthält 50 mg Miconazol und wird einmal täglich angewendet. Die Vermarktung von Loramyc erfolgt gemeinsam durch die Therabel-Pharma Deutschland GmbH und die ribosepharm division Hikma Pharma GmbH.

Patientenflyer zur Sehnengesundheit – Epicondylitis humeri lateralis, Patellaspitzensyndrom, Achillessehnenreizung/Plantarfaziitis: Drei neue Übungsflyer von Orthomol bieten Informationen dazu, wie Patienten mit gereizten Sehnen durch wohldosierte Belastung die körpereigenen Reparaturmechanismen unterstützen können. Die Trainingseinheiten sind leicht durchzuführen und in den Alltag zu integrieren. Interessierte können jeweils fünf Flyer pro Indikation kostenfrei anfordern bei: Orthomol GmbH, Herzogstraße 30, 40764 Langenfeld, Orthomol Service Center. Telefon: 02173 9059 0 oder per E-Mail: info@orthomol.de EB

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