ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2011Rehabilitation: Eine Milliarde Euro mehr gefordert

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Rehabilitation: Eine Milliarde Euro mehr gefordert

Dtsch Arztebl 2011; 108(46): A-2448 / B-2060 / C-2032

Hibbeler, Birgit

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Die Diskussion über eine Anhebung des Rehabudgets ist in vollem Gange. „Eine Milliarde Euro mehr für die Rehabilitation und Prävention lässt sich gut begründen“, sagte Hubert Seiter, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg, Ende Oktober auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED).

„Reha vor Frühberentung“ – dieser Grundsatz ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Foto: Fotolia
„Reha vor Frühberentung“ – dieser Grundsatz ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Foto: Fotolia

Seiter rechnete vor, dass eine solche Erhöhung des Budgets für Reha und Prävention der gesetzlichen Rentenversicherung kaum Auswirkungen auf den Beitragssatz hätte. Dieser liegt bei 19,9 Prozent und soll 2012 sinken. Mit einer lediglich um 0,1 Prozentpunkte verminderten Absenkung seien die zusätzlichen Mittel vorhanden, um dem Grundsatz „Reha vor Frühberentung“ Rechnung zu tragen.

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„Die Rentenversicherung kann belegen, dass diese zusätzlichen Mittel erfolgreich zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit eingesetzt werden“, betonte Seiter. Die DEGEMED verweist in diesem Zusammenhang auf ein Gutachten der Prognos AG. Danach ist die medizinische Rehabilitation Erwerbstätiger auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Denn die Gesellschaft erhalte für jeden investierten Euro fünf zurück – durch vermiedene Rentenzahlungen und gewonnene Beitragseinnahmen. Der DRV zufolge wurde 2010 in etwa 181 000 Fällen eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gewährt (siehe DÄ, Heft 44/2011 ). Ursache war in 40 Prozent dieser Fälle eine psychische Erkrankung. BH

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