ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2011Hochschulen: Mehr Drittmittel für Forschung

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Hochschulen: Mehr Drittmittel für Forschung

Hillienhof, Arne

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Von den 5,02 Milliarden Euro Drittmitteln, die die deutschen Universitäten 2009 eingeworben haben, entfielen 26 Prozent oder 1,31 Milliarden Euro auf die medizinischen Einrichtungen. „Die hohe Leistungsfähigkeit der Hochschulmedizin spiegelt sich sehr gut in den steigenden Drittmitteleinwerbungen wider“, kommentierte der Präsident des Medizinischen Fakultätentages, Prof. Dr. med. Dieter Bitter-Suermann, diese Zahlen. Die Professuren im Bereich der Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften hätten nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes mit circa 475 500 Euro die höchsten Pro-Kopf-Forschungseinnahmen an deutschen Universitäten. Gegenüber dem Vorjahr steigerten sie ihre durchschnittlichen Pro-Kopf-Leistungen um 7,3 Prozent.

Allerdings seien die laufenden Grundmittel für Lehre und Forschung in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften von 2008 zu 2009 um 7,9 Prozent von 3,15 auf 2,90 Milliarden Euro gefallen. „Es ist ein falsches Signal, wenn dokumentierte Leistungsverbesserungen mit Kürzungen honoriert werden“, sagte Bitter-Suermann. Die Intensivierung der Lehre bei gleichzeitiger Leistungsverdichtung in der Krankenversorgung bringe die medizinischen Einrichtungen an die Grenze der Belastbarkeit, kritisierte er und forderte, die Länder müssten die Grundmittel wieder erhöhen. hil

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