ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2011Informationsportal: Orientierung im Gesundheitswesen

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Informationsportal: Orientierung im Gesundheitswesen

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Um dem Teufelskreis von Armut, Überschuldung und Krankheit, zu dem oft auch eine schlechte Gesundheitsversorgung gehört, entgegenzuwirken, haben das Schuldnerfachberatungszentrum (SFZ) der Universität Mainz und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz das Projekt „Sozialvital“ gestartet. Eine Internetseite unter www.sozialvital.de informiert leicht verständlich über Leistungen des Gesundheitssystems. Die Informationen richten sich an Berater, Lehrer und Erzieher als Multiplikatoren, mit Ratgebern in verschiedenen Sprachen aber auch direkt an die Betroffenen. Das Projekt wird von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Südwest finanziell gefördert.

Das SFZ und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin kritisieren, dass die gesetzlich Versicherten nicht angemessen und verständlich informiert werden. Recherchen zu dem Projekt hätten ergeben, dass die Hotlines von Krankenkassen oft nicht korrekt Auskunft geben. Einer Studie des Instituts zufolge gab es beispielsweise in Fragen der halbjährlichen Zahnvorsorgeuntersuchung systematisch falsche Auskünfte von mehr als der Hälfte der angesprochenen Versicherungen.

Dieses Informationsdefizit will das Projekt „Sozialvital“ mit seinem Konzept beseitigen, das die Ansprüche auch für arme und überschuldete Menschen verständlich aufbereitet und die Informationen mit Hinweisen auf das fünfte Sozialgesetzbuch ergänzt. So sind drei Flyer entstanden, die über kostenfreie und kostenpflichtige Leistungen informieren, Leistungen für Kinder und Jugendliche auflisten und Erstattungsansprüche erläutern. Die Kurzratgeber liegen auch in Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch vor, sie können von der Website heruntergeladen werden. EB

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