VARIA: Schlusspunkt

Siegesfreude und Abstiegstrauer

Dtsch Arztebl 1998; 95(21): [44]

Clade, Harald

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Ein Wechselbad der Gefühle für Millionen von Fußballfans nach Abschluß der nervenzerrenden Bundesliga-Saison 1997/98. Siege und Niederlagen vor allem beim Profi-Fußball spalten oftmals die Nation. Getrennte Lager gibt es in Betrieben, Behörden und auch Redaktionen. Mit Skepsis und Optimismus begleiteten die Redakteurinnen und Redakteure des Deutschen Ärzteblattes vor allem zwei Profi-Teams: den 1. FC Kaiserslautern und den 1. FC Köln. Beide Teams machten denn auch Schlagzeilen während der ganzen Saison und vor allem am Schlußtag, am 16. Mai: Deutscher Fußballmeister 1998 wurde zum vierten Mal - nach 1951, 1983 und 1991 - der 1. FC Kaiserslautern! Der Saisonabschluß wurde zum Triumph der besten Mannschaft der Liga, ein Erfolg eines Kollektivs, das Fußball mit Herz spielte, das Fußball mit Leidenschaft bot. Der 1. FCK schrieb Fußballgeschichte, die wohl größte Sensation der Bundesligageschichte. Erstmals seit Bestehen der Liga (1963) stürmte ein Aufsteiger auf Anhieb zum Titel. Was für den zweiten Sieger Kaiser Franz von Bayern ist, ist in der Pfalz König Otto, der Cheftrainer des FCK, Otto Rehagel! Eine innere Genugtuung für FCK-Fans ebenso wie für den aus der Pfalz stammenden DÄ-Redakteur Dr. Harald Clade, dessen Wahlheimat Köln seit immerhin 32 Jahren ist.
Selters statt Sekt oder doch reichlich Kölsch. Mehr blieb dem 1. FC Köln nicht, der als Vorletzter den schweren Gang in die Zweite Liga antreten muß, nachdem es dem Traditionsclub ausgerechnet im Jahr seines 50jährigen Bestehens nicht gelungen war - trotz des 2 : 2 im letzten Spiel gegen Bayer Leverkusen -, die Eliteklasse zu erhalten. Mit dem 1. FC Köln mußte ein Gründungsmitglied der Liga die erste Klasse verlassen. Während in Kaiserslautern der neue Song ertönt "Wir haben fertig", lassen sich die Kölner nicht unterkriegen und singen - nicht nur in der Südkurve - : "Steh auf, wenn du ein Kölner bist. FC Kölle, mer stonn zosamme." HC
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