ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2011Frank Sommer: Professor für Männergesundheit

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Frank Sommer: Professor für Männergesundheit

Dtsch Arztebl 2011; 108(47): A-2555 / B-2139 / C-2111

Hibbeler, Birgit

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Frank Sommer, Foto: privat
Frank Sommer, Foto: privat

Männer sind Vorsorgemuffel und sterben früher als Frauen – in Deutschland im Schnitt fünf Jahre. „Viele Männer betreiben eher Reparaturmedizin“, sagt Prof. Dr. med. Frank Sommer (44), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Sommer ist Urologe, Androloge und Sportmediziner. Er erforscht und entwickelt Konzepte, wie man Prävention und Vorsorge „an den Mann“ bringen kann.

Sommer leitet das Institut für Männergesundheit am UKE und ist weltweit der einzige Mediziner mit einer Professur für Männergesundheit (W2). Dabei hat er die Erfahrung gemacht, dass man Männer am ehesten über Themen und in bestimmten Settings erreicht. So habe sich gezeigt, dass Präventionsangebote zu Bewegung und gesunder Ernährung besser angenommen würden, wenn es sich um Vater-Kind-Projekte handle. Auch erreiche man Männer einfacher, wenn am Arbeitsplatz Vorsorge angeboten werde. Überzeugend seien ebenfalls Kampagnen mit prominenten Sportlern.

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Eine wichtige Rolle in Sommers Arbeit spielt die Sexualmedizin. Etwa 85 Prozent der Patienten kommen wegen Störungen ihrer Sexualität. Für Sommer ist es wichtig, die Patienten ganzheitlich zu behandeln. So geht er der Frage nach, ob sich hinter einer Erektionsstörung eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, ein Diabetes oder eine Depression verbirgt. Sommers Erfahrung zeigt: Bei einer sexualmedizinischen Abklärung seien die Patienten eher offen für Lebensstiländerungen, als wenn diese ohne Anlass thematisiert würden. Birgit Hibbeler

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