ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996Generika machen heute mehr als die Hälfte der Verordnungen aus

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Generika machen heute mehr als die Hälfte der Verordnungen aus

EB

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LNSLNS FRANKFURT/M. Etwa jedes zweite der von den gesetzlichen Krankenkassen erstatteten Arzneimittel ist inzwischen ein sogenanntes Nachahmer-Präparat. Der Verordnungsanteil der Generika stieg im vergangenen Jahr von 49,3 auf 51,1 Prozent. Ihr Umsatzanteil im sogenannten GKV-Markt erhöhte sich von 38,7 auf 41,1 Prozent. Das berichtete kürzlich der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie.
Nach seinen Angaben ist der GKV-Markt 1995 um 6,7 Prozent auf 17,8 Milliarden DM (zu Herstellerabgabepreisen) gewachsen. Der Ausgabenanstieg sei zu 2,6 Pro-zent auf Mehrverordnungen zurückzuführen. Preiserhöhungen schlugen mit 0,1 Prozent zu Buche, die sogenannte Strukturkomponente hingegen mit 3,9 Prozent. Darunter versteht man den Therapiewechsel von einem zum anderen Präparat beziehungsweise bei denselben Medikamenten zu einer anderen Darreichungsform und Dosis.
Innerhalb der dreißig größten Indikationsgruppen wuchsen die Impfstoffe mit 20,7 Prozent am stärksten. ACEHemmer legten um 16,6 Prozent zu, Lipidsenker um 10,4 Prozent, Psychoanaleptika um 10,1 Prozent. EB

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