ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2011Wolfram Stör: Akupunktur – im Westen angekommen

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Wolfram Stör: Akupunktur – im Westen angekommen

Dtsch Arztebl 2011; 108(49): A-2669 / B-2227 / C-2199

Gerst, Thomas

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Wolfram Stör, Foto: DÄGfA
Wolfram Stör, Foto: DÄGfA

Als vor 60 Jahren die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) gegründet wurde, kam ihr mehr eine kulturelle als eine breite medizinische Bedeutung zu. DÄGfA-Gründer Gerhard Bachmann schrieb über die Anfänge: „Da ich eine besondere Therapie betreibe, sie erstmalig in Deutschland und Umgebung eingeführt habe, wurde ich allseitig für verrückt erklärt.“

Für Dr. med. Wolfram Stör, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur seit 2010, stellt sich die Situation inzwischen ganz anders dar. Seit etwa 40 Jahren habe sich die Akupunktur mit unglaublicher Geschwindigkeit im deutschen Gesundheitssystem entwickelt, berichtete er am 18. November in München auf der Festveranstaltung der DÄGfA anlässlich des Gründungsjubiläums. „Es ist schon etwas Einmaliges, wie dieser vorwiegend kulturelle Import in kürzester Zeit Bestandteil deutschen Sozialrechts geworden ist.“ Die DÄGfA zählt circa 9 600 ärztliche Mitglieder. Die Gesellschaft sei, sagt Stör, seit ihrem Bestehen den Weg gegangen, das Alte in Ehren zu halten, es aber in unsere Kultur und unser medizinisches Denken und Handeln zu integrieren, und habe sich seit 30 Jahren auch den anderen Therapien der Chinesischen Medizin geöffnet.

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Stör ist Lehrbeauftragter für Akupunktur und für Allgemeinmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er engagiert sich für die Erforschung der Wirkmechanismen, Wirksamkeit und Geschichte der Akupunktur und die Förderung der gemeinsamen Entwicklung der unterschiedlichen komplementärmedizinischen Richtungen. Thomas Gerst

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