ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2011Besonderheit der Linkshändigkeit

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Besonderheit der Linkshändigkeit

Understanding Left-Handedness

Dtsch Arztebl Int 2011; 108(50): 849-53; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0849

Gutwinski, Stefan; Löscher, Anna; Mahler, Lieselotte; Kalbitzer, Jan; Heinz, Andreas; Bermpohl, Felix

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Hintergrund: Das menschliche Gehirn besteht aus zwei asymmetrischen Hemisphären, denen unterschiedliche Funktionen zukommen. Epidemiologische und neurobiologische Untersuchungen der letzten Jahre haben neue Erkenntnisse über die Entwicklung motorischer Lateralisierungsprozesse wie etwa die von der Händigkeit geliefert, die hier aus medizinischer Perspektive dargestellt werden.

Methoden: Die Autoren führten eine selektive Literatursuche in der Online-Datenbank PubMed durch. Als Suchbegriffe wurden verwendet: „handedness“, „left handedness“, „right handedness“ und „cerebral lateralization“ . Eingeschlossen wurden häufig zitierte und hochrangig publizierte Arbeiten.

Ergebnisse: Für die Genese von Händigkeit liegen physiologische und pathologische Erklärungsmodelle vor. Händigkeit ist früh in der Evolution entstanden und möglicherweise entscheidend für die Entwicklung höherer kognitiver Steuerungsprozesse. Neben der Sprachentwicklung hat die Händigkeit auch die Ausbildung feinstmotorischer Funktionen ermöglicht, die für die Evolution des Menschen von großer Bedeutung sind. Diskutiert werden Nachteile von bestimmten Formen der Händigkeit, da sie in Einzelfällen mit Erkrankungen assoziiert sind.

Schlussfolgerung: Epidemiologische, neurobiologische und medizinische Aspekte der Händigkeit ermöglichen ein erweitertes Verständnis der zerebralen Lateralisierung.

LNSLNS

Spätestens seit dem Spiel England – Argentinien bei der Weltmeisterschaft 1986, in dem Diego Maradona das wohl bekannteste Tor der Fußballgeschichte erzielte, erfährt die linke Hand Beachtung. Die linke Hand, die dieses Tor erzielt hat, ging in die Geschichte ein als „die Hand Gottes“ – „la mano de dios“.

Diese linke Hand, wenn es nicht die Hand Gottes war, sondern Maradonas, wurde von seinem rechten Motorkortex gesteuert. Eine solche einseitige zerebrale Steuerung ist Ausdruck von Lateralisierungsprozessen des menschlichen Gehirns und vermutlich vorteilhaft. Denn sie vermindert Duplikationen neuronaler Funktionen, so dass Prozesse schneller und effizienter ablaufen können (1, e1, e2).

Die Variabilität der motorischen Dominanz, die für Links- beziehungsweise Rechtshändigkeit verantwortlich ist, ist dabei vermutlich Ausdruck unterschiedlicher Spielarten der Natur. Allerdings ist unklar, warum Linkshändigkeit weniger häufig vorkommt als Rechtshändigkeit. Aus evolutionärer Perspektive ist bei gleichberechtigten Eigenschaften eine 50 : 50-Verteilung in der Bevölkerung zu erwarten (e3). Bei einer nicht gleichberechtigten Eigenschaft wäre dagegen von einer Abnahme und einem langfristigen Verschwinden der benachteiligten Eigenschaft auszugehen (e4, e5).

Interessanterweise laufen motorische Prozesse beim Menschen wohl schon seit über einer Million Jahre lateralisiert ab, wobei Rechtshändigkeit auch bereits bei unseren Vorfahren schon häufiger vorgekommen ist (2, e6). Arbeiten aus Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) vom Februar und Oktober 2010 zeigen, dass die zerebrale motorische Lateralisierung grundlegend für die Entwicklung der Sprachfunktionen sein könnte: Vokale Sprache hat sich vermutlich aus der lateralisierten Steuerung manueller Kommunikation in Form von Gesten entwickelt (3, 4). Dies könnte zu einer neuen Bewertung von Lateralisierungsprozessen in der Evolution führen.

Im Folgenden werden am Beispiel der Linkshändigkeit die bisher bekannten Erkenntnisse der Genese von motorischen Lateralisierungsprozessen besprochen, dabei sollen insbesondere medizinisch relevante Aspekte der Händigkeit behandelt werden.

Die vorgestellten Arbeiten beruhen auf einer selektiven Literatursuche in der Datenbank PubMed. Als Suchbegriffe wurden verwendet: „handedness“, „left handedness“, „right handedness“ und „cerebral lateralization“. Eingeschlossen wurden häufig zitierte und hochrangig publizierte Arbeiten.

Hintergrund

Linkshändigkeit findet man in allen Kulturen in einer Häufigkeit von 5–25,9 %, wobei sie bei Männern häufiger auftritt als bei Frauen (5, e4, e7). Auch die Inzidenz variiert zwischen Kulturen und Regionen (e8). Die Ursache dafür ist nicht geklärt.

Linkshändigkeit existiert beim Menschen und dessen Vorfahren vermutlich schon seit über einer Million Jahre (2, e6). Darauf weisen archäologische Waffen- und Werkzeugfunde hin, die vermutlich von Linkshändern hergestellt oder verwendet wurden (e9). Weiterhin deuten die Maltechnik paläolithischer Höhlenzeichnungen und direkte Handabdrücke an Höhlenwänden auf die frühe Existenz von Linkshändigkeit hin (2). Auch anhand von Knocheneigenschaften wie Länge und Dichte lassen sich Hinweise auf das Vorkommen der Linkshändigkeit bei unseren Vorfahren finden (2, e10).

Zusammengefasst legen diese ethnologischen und archäologischen Befunde nahe, dass sich Händigkeit in der Phylogenese des Menschen bereits frühzeitig entwickelt hat.

Wie auch bei anderen Normvarianten der Natur, wie beispielsweise sexueller Orientierung oder Haarfarbe, fanden und finden sich auch bei der Linkshändigkeit Stigmatisierungstendenzen: In Europa galt sie bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als eine negative, gar minderwertige Eigenschaft. In der „Klinischen Wochenschrift“ schreibt R. Braun 1941 in seiner Arbeit „Linkshändigkeit und ihre Diagnose“: „Wir werden gleich feststellen müssen, dass die Bedeutung von rechts und Recht vielfach einander entsprechen. Auf der anderen Seite heißt es von einem ungeschickten Menschen, er ist linkisch, und wir denken uns vielleicht, es wird nichts Rechtes aus ihm . . .“ (6).

Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts sollten linkshändige Kinder umlernen, insbesondere beim Schreiben wurde Rechtshändigkeit verlangt.

Noch heute gilt die linke Hand in einigen Kulturen als unrein und wird für den Kontakt mit dem Fäces verwendet, während alle übrigen Tätigkeiten mit der rechten Hand ausgeführt werden sollen (e8).

Genetische Aspekte und Häufigkeitsverteilung der Händigkeit

Händigkeit wird vermutlich teilweise vererbt (5, e7). Linkshändige Menschen haben häufiger linkshändige Eltern, insbesondere linkshändige Mütter, was auf eine maternale Vererbung hinweisen könnte (e7, e11). Zwillingsstudien unterstreichen eine mögliche genetische Komponente, da monozygotische Zwillinge (81,2 %) häufiger die gleiche Händigkeit aufweisen als dizygotische (73,3 %) (7). Auch entspricht die Händigkeit von adoptierten Kindern eher der Händigkeit der biologischen als der Adoptiveltern (8, e12).

Ferner zeigt sich, dass Händigkeit unterschiedlich stark ausgeprägt ist, so dass einzelne Tätigkeiten mit der nicht dominanten Hand ausgeführt werden. Diese Tendenz zur Beidhändigkeit ist bei Linkshändigkeit stärker ausgeprägt (e13, e14). Die Häufigkeit der reinen Beidhändigkeit ist schwierig zu erfassen und schwankt in Studien zwischen 0–2 %, da häufig trotz ausgeglichener motorischer Funktionen eine Hand in der Ausführung von Tätigkeiten dominiert (e15, e16). Daneben gibt es auch eine extreme Rechtshändigkeit, bei der Tätigkeiten fast ausschließlich mit der rechten Hand ausgeführt werden und die linke Hand nur minimal mit einbezogen wird.

Genese von Händigkeit

Die Entwicklung zur Händigkeit beginnt wahrscheinlich bereits intrauterin: So lutschen Feten häufiger am rechten Daumen (e17), bewegen häufiger den rechten Arm (e18) und liegen häufiger in einer Position, in der der Kopf nach rechts gedreht ist (e19). Die intrauterin entstandene Händigkeit setzt sich vermutlich postnatal fort (e20).

Es ist anzunehmen, dass Linkshändigkeit im Regelfall eine Normvariante, eine Spielart der Natur ist. Davon abzugrenzen sind Formen der Händigkeit, die möglicherweise Ausdruck von frühen Entwicklungsstörungen oder genetischen Defekten sein könnten (e21, e22). Diese Annahme beruht darauf, dass Linkshändigkeit und extreme Rechtshändigkeit häufiger im Rahmen bestimmter Entwicklungsauffälligkeiten und Erkrankungen aufzutreten scheinen.

Hinweise dafür findet man zum Beispiel bei der Epilepsie, der Schizophrenie und dem Autismus (9, 10, e23, e24). Auch Erkrankungen wie Neuralrohrdefekte und Formen der Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, bei denen ursächlich intrauterine Unregelmäßigkeiten diskutiert werden, zeigen einen Zusammenhang mit Links- beziehungsweise extremer Rechtshändigkeit (e25, e26). Bei der Schizophrenie gibt es Hinweise dafür, dass Linkshändigkeit 1,2 bis zweifach so häufig vorkommt wie bei Nicht-Erkrankten (e27, e28).

Eine mögliche Erklärung für das vermehrte Auftreten von bestimmten Krankheiten bei Linkshändigkeit und extremer Rechtshändigkeit könnte sein, dass intrauterine oder perinatale Unregelmäßigkeiten, wie zum Beispiel Infektionen oder kurze Hypoxiephasen, die zerebrale Entwicklung verändern: So könnte in bestimmten Entwicklungsphasen die Differenzierung von interhemisphärischen Verbindungsstrukturen, wie des Corpus callosum, beeinflusst werden, was in extremer Rechtshändigkeit resultierte (9, e23, e29).

In anderen Phasen der Zerebrogenese könnte die Entwicklung der wahrscheinlich langsamer reifenden linken Hemisphäre gehemmt werden, wodurch motorische Funktionen von der dominanten linken zur rechten Hemisphäre verschoben und Linkshändigkeit entstehen würde (11, 12, e30e32).

Weiterhin gibt es Hinweise dafür, dass erhöhte intrauterine Testosteronwerte die Entwicklung der Händigkeit insofern beeinflussen, dass es in bestimmten zerebralen Reifungsphasen zu einem verstärkten axonalen Verlust im Corpus callosum kommt oder die Entwicklung der linken Hemisphäre gehemmt wird (9, 12, e23, e29, e33e36). Die Testosteron-Hypothese ist allerdings umstritten, da sie vorwiegend auf tierexperimentellen Beobachtungen beruht.

Es gibt mehrere genetische Erklärungsmodelle für die Entwicklung von Händigkeit. Die „right shift theory“ von Annett postuliert die Vererbung eines Gens, das die Information für eine Verschiebung („Shift“) von Funktionen wie Sprachverarbeitung und Händigkeit in die rechte Hemisphäre trägt (e37).

Es scheint zudem einen Zusammenhang zwischen bestimmten Formen von Entwicklungsauffälligkeiten und der Händigkeitsverteilung zu geben, wobei Linkshändigkeit umfangreicher untersucht ist als extreme Rechtshändigkeit.

So tritt Linkshändigkeit signifikant häufiger bei Menschen auf, die im Frühling und Frühsommer (März bis Juli) geboren werden (e38). Hierbei könnte die fetale Entwicklung über eine Veränderung im Vitamin-D-Haushalt durch verminderte Sonneneinstrahlung beeinflusst werden. Auch ein verändertes Immunverhalten zum Beispiel durch vermehrte virale Infektionen im Winter könnte einen Einfluss haben (13, e39).

Weiterhin zeigt sich, dass Linkshändigkeit häufiger mit perinatalen Stresssituationen assoziiert ist (e30e32): Es gibt signifikant häufiger Rhesus-Inkompatibilität, Frühgeburten und insgesamt niedrigere APGAR-Scores (APGAR = Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen, Reflexe) (11, e40). Unter Kindern mit sehr niedrigem Geburtsgewicht (< 1 000 g) findet man signifikant häufiger (> 50 % der Fälle) Linkshänder (14).

Zudem gibt es signifikante Befunde einer Verzögerung der juvenilen Entwicklung bei bestimmten Formen der Linkshändigkeit. Dazu zählen (15, e41e43):

  • im Durchschnitt späterer Eintritt der Geschlechtsreife als bei Rechtshändigkeit
  • spätere Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale (Intimbehaarung oder Erreichen des Stimmbruchs)
  • eine insgesamt geringere Körpergröße.

Auch wird bei der Dyslexie eine vermehrte Häufigkeit von Linkshändigkeit beschrieben (e44).

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass weder Links- noch Rechtshändigkeit Zeichen erhöhter Vulnerabilität für bestimmte Erkrankungen sind. Es handelt sich vielmehr um Normvarianten, die vermutlich nur im Einzelfall Ausdruck von zerebralen Entwicklungsstörungen sein können und dann mit bestimmten Erkrankungsformen verbunden sind.

Händigkeit und Lateralisierung in der Evolution

Es gibt mehrere Hinweise dafür, dass Linkshändigkeit mit einer ausgeprägteren Fähigkeit zur bihemisphärischen Verarbeitung kognitiver Prozesse assoziiert ist (e13): Bei Rechtshändigkeit ist das motorische Sprachzentrum bei 97 % der Menschen einseitig linkshemisphärisch lokalisiert (19, 20, e45, e46). Bei Linkshändigkeit ist das motorische Sprachzentrum nur bei 60 % einseitig linkshemisphärisch, bei 30 % ist es dagegen bihemisphärisch und bei 10 % sogar rechtshemisphärisch lokalisiert.

Ferner wurde in mehreren Studien ein bei Linkshändigkeit voluminöseres Corpus callosum beschrieben (21, e47, e48). Dies könnte eine ausgeprägtere interhemisphärische Konnektivität bedingen und mit bestimmten kognitiven Fähigkeiten assoziiert sein, wie besonderer Sprachflüssigkeit und Merkfähigkeit (e49, e50).

Möglicherweise könnte diese besondere interhemisphärische Konnektivität bei Linkshändigkeit erklären, dass sich in einigen Studien Assoziationen von Linkshändigkeit mit hohen IQ-Werten (größer 131) und außergewöhnlichen mathematischen Fähigkeiten zeigen (e51e53).

Auch findet man unter erfolgreichen Musikern häufiger Linkshänder (e54, e55), was unter anderem an einer besonders ausgeprägten Fähigkeit zur Beidhändigkeit liegen könnte (e13). Zudem wird diskutiert, ob ein Zusammenhang zwischen vermehrter rechtshemisphärischer Beteiligung an sprachlichen Prozessen und erhöhter Kreativität existiert (e56).

Darüber hinaus gibt es unter erfolgreichen Leistungssportlern ungewöhnlich viele Linkshänder, insbesondere bei Sportarten mit Eins-zu-Eins-Kontakt wie Tennis, Boxen und Judo (e4, e57). Hierbei könnte neben der Tendenz zur Beidhändigkeit die Möglichkeit eines Überraschungsmomentes vorteilhaft sein, so dass zum Beispiel ein Ball oder Schlag unerwartet von links statt von rechts kommen kann. Hierfür lässt sich eine Vielzahl von Beispielen aus dem Sport nennen, darunter wichtige Tore, wie das Viertelfinaltor der Fußball-Weltmeisterschaft 1986, das Andreas Brehme im Spiel gegen Mexiko mit dem linken Fuß schoss, oder die linke „Hand Gottes“ von Maradona.

Erwähnt sei an dieser Stelle auch die „Right-Sided-World-Hypothesis“ (e58), die Benachteiligungen der Linkshändigkeit in einer rechtshändig dominierten Welt zum Gegenstand hat: Das Benutzen von Maschinen, die vorwiegend für Rechtshänder konstruiert werden, wie dem Auto, oder auch die Lokalisierung von Notfallknöpfen, führen zu einem erhöhten Unfallrisiko von Nicht-Rechtshändern (16, e59). Einige Studien beschreiben sogar eine Verkürzung der Lebenszeit bei Linkshändern, die zwischen wenigen Monaten bis mehreren Jahren liegen könnte. Diskutiert werden dabei sowohl exogene Faktoren, wie das vermehrte Unfallrisiko, als auch intrinsische Faktoren, wie die Häufigkeit bestimmter Erkrankungen (17, 18, e60).

Somit erscheint Linkshändigkeit mit Vor- und Nachteilen verbunden zu sein, die vermutlich zu einer relativ stabilen Verteilung zwischen Links- und Rechtshändigkeit beitragen. Solche ungleichen Häufigkeitsquotienten bezeichnet man als kontinuierliche Polymorphismen (e61, e62). Mathematische Modelle versuchen diese spieltheoretisch zu erklären (22, e63): So könnte der Überraschungseffekt durch Linkshändigkeit, insbesondere in Situationen mit 1:1-Konfrontationen, ein evolutionärer Vorteil sein (e4). Man könnte es als „survival of the unexpected“ bezeichnen, wobei der Vorteil nur bestünde, solange Linkshändigkeit seltener vorkommt.

Im gesellschaftlichen Rahmen könnte ein Selektionsvorteil wiederum in der bereits erwähnten interhemisphärischen Konnektivität liegen, die möglicherweise mit besonderen kognitiven Eigenschaften, wie Kreativität und Sprachfähigkeiten, assoziiert ist.

Die Lateralisierung zerebraler Prozesse galt lange als eine für den Menschen spezifische Eigenschaft. Sie galt sogar als die Fähigkeit, die den Menschen in der Evolution vom Tier abgrenzt und für die Entwicklung höherer kognitiver Funktionen ursächlich ist. Bei Störungen dieser Funktionen kann die Lateralisierung als Voraussetzung für die Entwicklung einer Psychose angesehen werden (3, 4, e64, e65).

Diskutiert wird, ob die ebenfalls häufiger linkshemisphärisch lokalisierte Sprachfunktion aus der evolutionär früher aufgetretenen Lateralisierung motorischer Funktionen hervorgegangen ist. Gemäß dieser Hypothese wurden manuelle Gesten als Kommunikationsmedium im Laufe der Evolution durch vokale Funktionen der Sprache ergänzt (e66, e67).

Auch eine umgekehrte Interpretation wird diskutiert, wobei eine abschließende Klärung der Reihenfolge der Entwicklung von motorischen und sprachlichen Funktionen noch aussteht.

Dass Lateralisierungstendenzen allerdings im gesamten Tierreich existieren und der Mensch nicht das einzige Lebewesen mit dieser Eigenschaft ist, zeigten Forschungsarbeiten der letzten Jahre. Hierbei wiesen insbesondere Vögel Lateralisierungstendenzen auf: Sie greifen vorwiegend mit links, auch ihr Gesangssystem ist einseitig hemisphärisch lokalisiert (e68).

Weiterhin findet man zerebrale Lateralisierungen bei Hunden (e69), Affen (e70) und Pferden (e71). Clapham et al. konnten bei Walgebissen zeigen, dass diese häufiger rechtsseitig als linksseitig abgenutzt sind (e72).

Lateralisierung anderer Bereiche

Auch andere Bereiche der Steuerung der Motorik tendieren zur Lateralisierung: Ein Beispiel ist die Steuerung der unteren Extremitäten, wobei die „Füßigkeit“ weniger ausgeprägt ist als die Händigkeit (e73, e74). Rechtshändigkeit ist häufiger mit Rechtsfüßigkeit und Linkshändigkeit häufiger mit Beid- und Rechtsfüßigkeit assoziiert (e73, e74). Auch bei der Wahrnehmung visueller Reize scheint es eine dominante Seite zu geben. Die „Äugigkeit“ erfragt beispielsweise, mit welchem Auge man durch ein Teleskop schaut. Dabei korreliert sie mit der Händigkeit (e73, e74, e75). Insgesamt werden visuelle Reize vermutlich stärker linksseitig wahrgenommen und von der rechten Hemisphäre verarbeitet, was auch als Pseudoneglect bezeichnet wird (e76).

Weitere Lateralisierungstendenzen bestehen beim Hören, Schmecken und Riechen (e73, e77).

Ergebnisse aus der Emotionsforschung deuten auf Lateralisierungstendenzen in der Verarbeitung emotionaler Prozesse hin. Hierbei wird angenommen, dass positive Emotionen bevorzugt in der linken und negative Emotionen in der rechten Hemisphäre verarbeitet werden (23, e78). Es wird diskutiert, ob die Lateralisierung der emotionalen Verarbeitung bei Linkshändigkeit umgekehrt ist (e79). In Übereinstimmung mit dieser Theorie steht die Imbalance-Hypothese der affektiven Erkrankungen (e80), nach der bei Depressionen eine relative Hypoaktivität der linken im Vergleich zur rechten Hemisphäre angenommen wird. Bei manischen Episoden läge dementsprechend ein umgekehrtes Ungleichgewicht vor. Hinweise dafür zeigen sich in einer Reihe von Läsionsstudien (e81, e82) und in funktionellen bildgebenden Untersuchungen (e83, e84), wobei allerdings eine Metaanalyse keine asymmetrische Gehirnaktivität bei Depression finden konnte (e85).

Seitendifferente Emotions- und sensorische Verarbeitung scheinen auch in anderen Bereichen vorzukommen: Güntürkün beschrieb 2003 in einer Feldstudie, dass sich 64,5 % aller Menschen beim Küssen nach rechts drehen (24). 2009 demonstrierte Marzoli, dass man beim „Schnorren“ von Zigaretten in einer Diskothek eine deutlich höhere Chance hat, eine Zigarette zu erhalten, wenn man am rechten statt am linken Ohr fragt (25).

Insgesamt scheint die Tendenz zur Lateralisierung bei der Steuerung motorischer Prozesse stärker ausgeprägt zu sein als bei sensorischen, emotionalen und kognitiven Prozessen. Beispielhaft zeigt sich dies bei der Verarbeitung von Sprache im Gehirn: Das Sprachverständnis scheint weniger lateralisiert zu sein als die Sprachmotorik (e62).

Resümee

Das menschliche Gehirn besteht aus zwei asymmetrischen Hemisphären, denen unterschiedliche Funktionen und Spezialisierungen zukommen. Diese Lateralisierung hat sich offenbar früh in der Evolution entwickelt und ist möglicherweise entscheidend für die Entwicklung komplexer kognitiver Steuerungsprozesse.

Neben der Sprachentwicklung hat die Händigkeit wohl auch die Ausbildung feinstmotorischer Funktionen ermöglicht, die für die evolutionäre Entwicklung des Menschen von großer Bedeutung sind. Denn feinst-motorische Funktionen stellen die Grundlage unseres Zugangs zur modernen Welt dar und ermöglichen den Umgang mit Werkzeugen und Waffen, aber auch Computern und medizinischem Arbeitsmaterial.

Interessenkonflikt
Dr. Gutwinski wurden Teilnahmegebühren für Kongress-/Fortbildungsveranstaltungen erstattet von den Firmen Janssen-Cilag und Biogen Idec.

Dr. Löscher wurden Teilnahmegebühren für Kongress-/Fortbildungsveranstaltungen sowie Reise- und Übernachtungskosten erstattet von den Firmen UCB und EISAI.

Prof. Heinz bekam Vortragshonorare und Unrestricted Grants von Eli Lilly, Janssen-Cilag, und Bristol-Myers Squibb.

Prof. Bermpohl erhielt Vortragshonorare von den Firmen Bristol-Myers Squibb und Eli Lilly sowie eine Erstattung von Kongressgebühren von Eli Lilly.

Kalbitzer, PhD, und Dr. Mahler erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 15. 2. 2011, revidierte Fassung angenommen: 12. 7. 2011

Danksagung

Für eine anhaltende Unterstützung geht ein großer Dank an Prof. Dr. Peter Müller, Göttingen, Prof. Dr. Dr. Hannelore Ehrenreich, Göttingen, und Prof. Dr. Andreas Frewer, Erlangen-Nürnberg/Göttingen.

Anschrift für die Verfasser
Dr. Stefan Gutwinski
Große Hamburger Straße 5–11
10115 Berlin
stefan.gutwinski@charite.de

Summary

Understanding Left-Handedness

Background: The human cerebrum is asymmetrical, consisting of two hemispheres with differing functions. Recent epidemiological and neurobiological research has shed new light on the development of the cerebral lateralization of motor processes, including handedness. In this article, we present these findings from a medical perspective.

Method: We selectively searched the PubMed online database for articles including the terms “handedness,” “left handedness,” “right handedness,” and “cerebral lateralization.” Highly ranked and commonly cited articles were included in our analysis.

Results: The emergence of handedness has been explained by physiological and pathological models. Handedness arose early in evolution and has probably been constitutive for the development of higher cognitive functions. For instance, handedness may have provided the basis for the development of speech and fine motor skills, both of which have played a critical role in the evolution of mankind. The disadvantages of certain types of handedness are discussed, as some cases seem to be associated with disease.

Conclusion: The consideration of handedness from the epidemiological, neurobiological, and medical points of view provides insight into cerebral lateralization.

Zitierweise
Gutwinski S, Löscher A, Mahler L, Kalbitzer J, Heinz A, Bermpohl F:
Understanding left-handedness. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(50): 849–53.
DOI: 10.3238/arztebl.2011.0849

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit5011

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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  • Nachahmungsverhalten mit Folgeschäden
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    Noll, Thomas; Sattler, Johanna Barbara; Ibel, Hans
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2012; 109(27-28): 490-1; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0490b
    Gutwinski, Stefan; Mahler, Lieselotte; Heinz, Andreas; Bermpohl, Felix

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