ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996Beratung nur Sache des behandelnden Arztes

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Beratung nur Sache des behandelnden Arztes

Wortmann

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LNSLNS KASSEL. Untersuchen Vertragsärzte überwiesene Patienten, sind sie eng an den Überweisungsauftrag gebunden. Eine zusätzliche Beratung können sie nicht abrechnen. Das entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Mit ihrem Urteil wiesen die Richter die Klage eines Radiologen aus Schleswig-Holstein ab. Die Kassenärztliche Vereinigung hatte ihm im IV. Quartal 1987 Beratungsleistungen von der Abrechnung gestrichen. Der klagende Arzt verwies auf die Röntgenverordnung und auf seine eigene Verantwortung beim Einsatz von Röntgenstrahlen. Eine enge Bindung an den Überweisungsauftrag sei damit unvereinbar. Dem folgte das BSG nicht: Die Beratung sei Sache des behandelnden Arztes. Das gelte auch für die 1987 neu in die damalige Gebührenordnung aufgenommenen ausführlichen therapeutischen Beratungsgesprä-che. Andernfalls bestünde die Gefahr, daß die Kassen doppelt für Beratungen zahlten. Die enge Bindung an die Überweisung "ist notwendige Grundlage einer sinnvollen Aufgabenteilung zwischen überweisendem Arzt und Überweisungsempfänger", heißt es wörtlich in dem Urteil. Wortmann
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