ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1998HIV – Beispiel: Hamburg

SPEKTRUM: Leserbriefe

HIV – Beispiel: Hamburg

Neumeyer, Günter

Zu dem Akut-Beitrag "Erste Infektionen in den 50er Jahren" von Rüdiger Meyer in Heft 13/1998:
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LNSLNS 1952 wurde im Allgemeinen Krankenhaus Barmbeck, Hamburg, ein etwa 42jähriger Ingenieur mit schweren neurologischen Störungen und Hautsymptomen eingeliefert, der vorher sechs Monate im Kongo am Aufbau einer Hafenanlage gearbeitet hatte. Zunehmende neurologische Ausfälle, Kaposi-Sarkom der Haut, Marasmus und hämatologische Veränderungen (wenig Lymphozyten, in Monozyten und Granulozyten massenhaft mit Eoisin anfärbbare "Doppeleier", die damals als Coccidien oder Histoplasmen beurteilt wurden). Der Patient verstarb nach wenigen Wochen im Krankenhaus. Die Vermutung liegt nahe, daß es sich auch bei diesem Patienten um ein HIV-Opfer der frühen Zeit gehandelt hat. Ebenso liegt die Vermutung nahe, daß es sich bei den HI-Viren wahrscheinlich nicht um
neu entstandene Virus-Typen handelt, sondern daß sich die in Westafrika seit Jahrhunderten endemischen Infektionsquellen durch den zunehmenden Reiseverkehr und die bekannten Übertragungswege von Mensch zu Mensch rund um den Globus verbreitet haben.
Dr. med. Günter Neumeyer, Koppelweg 33, 21279 Hollenstedt-Emmen


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