ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1998GKV – Lösung: Selbstbeteiligung

SPEKTRUM: Leserbriefe

GKV – Lösung: Selbstbeteiligung

Hammer, Hans Joachim

Zu dem Beitrag "Kostenerstattung - Grenzen der Steuerung" von Dr. Harald Clade in Heft 16/1998:
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LNSLNS Die Argumentation geht am Kern des Problems vorbei. Tatsache ist, ! daß das Gesundheitswesen so nicht länger finanzierbar ist, ! daß der Kostenverursacher der Patient und nicht der "Leistungsanbieter" ist,
! daß eine objektivierbare Steuerung der Patientenbedürfnisse nicht möglich ist.
Der Punktwertverfall, der Mißbrauch der Notdienstzentralen und die vergeblichen Bemühungen, notwendige psychotherapeutische Leistungen zu definieren, belegen dieses.
Bleibt als einziges Steuerungselement eine deutliche Selbstbeteiligung der Patienten an allen schulmedizinischen und alternativen Behandlungsmethoden in zu berechnender Höhe, schätzungsweise 25 Prozent.
Diese Selbstbeteiligung wird über eine private Zusatzversicherung, die damit auch einen Sinn bekommt, mit einem Selbstbehalt von beispielsweise 1 000 DM/Jahr abgesichert, selbstverständlich ist auch eine soziale Komponente erforderlich.
Folgen: Zwei Drittel der Notfallambulanzen und ärztlichen Notdienste werden überflüssig, Belegkrankenhäuser und ambulante medizinische Dienste blühen auf, Krankenhäuser wetteifern um niedrige Tagessätze und kurze Verweilzeiten.
Ein Drittel der Arztpraxen wird schließen müssen.
Aber ein hochqualifiziertes Gesundheitswesen wird weiter existieren, und zwar für alle, und dank des Selbstbehalts und der mentalen Kontrolle des Patienten, ob ein Arztbesuch überhaupt notwendig ist, wird das Ganze für den einzelnen Patienten und für das Gesundheitssystem nicht einmal teurer.
Hans Joachim Hammer, Waldstraße 9, 65812 Bad Soden/Ts.


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