ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2012Barbara Strohbücker: „Dr. rer. medic.“ für Pflegewissenschaftlerin

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Barbara Strohbücker: „Dr. rer. medic.“ für Pflegewissenschaftlerin

Dtsch Arztebl 2012; 109(1-2): A-37 / B-33 / C-33

Hibbeler, Birgit

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Dass Pflegekräfte nach einigen Jahren Berufserfahrung Pflegewissenschaften studieren, ist nicht ungewöhnlich. Stichwort: Akademisierung der Pflege. Dass jemand aus der Pflege promoviert, ist seltener und geschieht meist nicht an einer medizinischen Fakultät. Anders bei Dr. rer. medic. Barbara Strohbücker (50). Sie hat als erste Pflegewissenschaftlerin an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln einen Doktortitel erworben.

In ihrer Dissertation hat sich Strohbücker mit palliativen Bedürfnissen von Pflegeheimbewohnern beschäftigt. Ihr Doktorvater ist Prof. Dr. med. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln. Er hatte sie ausdrücklich zur Promotion ermutigt. „Ich hoffe, dieses Modell wird Schule machen, wir brauchen den Beitrag der Pflege, auch in der Forschung“, sagt Voltz.

Barbara Strohbücker, Foto: Universitätsklinikum Köln
Barbara Strohbücker, Foto: Universitätsklinikum Köln
Im Team der Pflegedirektion der Uniklinik Köln ist Strohbücker nun für die Weiterentwicklung der Pflegepraxis und Forschung in der Pflege zuständig. „Ich möchte gerne auch mit Medizinern gemeinsam forschen“, erklärt sie. Ein weiterer Schwerpunkt soll außerdem der Aufbau eines Studiengangs Pflege sein.

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Strohbücker ist gelernte Krankenpflegerin. Seit 1987 arbeitet sie an der Uniklinik Köln, zuerst als Krankenschwester, dann als Stationsleitung, schließlich als Qualitätsbeauftragte. Parallel dazu studierte sie Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke. Sie erwarb dort zunächst einen Bachelor of Science in Nursing, später den Master. Birgit Hibbeler

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