ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2012Prävention: Bahr spricht sich erneut gegen Gesetz aus

AKTUELL

Prävention: Bahr spricht sich erneut gegen Gesetz aus

PP 11, Ausgabe Januar 2012, Seite 5

jp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Prävention findet meist individuell statt. Nur 20 Prozent der Leistungen beziehen sich auf Schulen oder Betriebe. Foto: iStockphoto
Prävention findet meist individuell statt. Nur 20 Prozent der Leistungen beziehen sich auf Schulen oder Betriebe. Foto: iStockphoto

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) hat sich in Berlin gegen ein Präventionsgesetz ausgesprochen. Damit erteilte er dem in der vergangenen Legislaturperiode erarbeiteten Entwurf der SPD-Fraktion erneut eine Absage. Es sollten die bestehenden Strukturen genutzt werden, sagte Bahr auf einem Kongress seines Hauses zum Thema betriebliche Gesund­heits­förder­ung.

Die Krankenkassen geben derzeit etwa 80 Prozent ihrer Gelder für Gesund­heits­förder­ung für die individuelle Prävention aus. Nur 20 Prozent entfallen auf Präventionsausgaben im unmittelbaren Lebensumfeld der Versicherten, wie Schule oder Betrieb. Leistungen zur Gesund­heits­förder­ung im Betrieb sind seit 2007 Pflichtleistungen der Krankenkassen (§ 20 a SGB V). Kleine und mittlere Betriebe nutzen diese Vorgabe aber noch selten.

Anzeige

Über eine gesetzliche Grundlage für Prävention und Gesund­heits­förder­ung haben Experten auch bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages diskutiert. Dabei wurde klar, dass eine übergeordnete Struktur fehlt, um bundesweite Präventionsmaßnahmen aufeinander abzustimmen. Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sagte, sie könne sich eine zentrale Rolle ihrer Institution bei der Koordinierung vorstellen. jp

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema