ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1998Hospiz Stiftung besorgt: Schüler befürworten Sterbehilfe

VARIA: Bildung und Erziehung

Hospiz Stiftung besorgt: Schüler befürworten Sterbehilfe

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LNSLNS Eine Klassenarbeit zum Thema Sterbehilfe hat heftige Kritik der Deutschen Hospiz Stiftung (DHS) hervorgerufen. An einer Schule im westfälischen Altena stellte ein Lehrer seinen 14- bis 15jährigen Schülern eine dreistündige Klausur zum Thema: "Sollte man schwerstbehinderte Kinder unmittelbar nach der Geburt schmerzfrei töten?" Einzige Argumentationshilfe, so die Stiftung, sei dabei ein kopiertes Buch der australischen Bioethiker Peter Singer und Helga Kuhse gewesen, in dem behauptet werde, daß die Neugeborenentötung mit einer stabilen und gutorganisierten menschlichen Gesellschaft vereinbar sei. Nach Angaben der DHS folgten 15 von 25 Schülern der vorgelegten Argumentation und plädierten für die Tötung. Dies zeige, so die DHS, daß "dringender denn je" ein Damm gegen die aktive Sterbehilfe aufgebaut werden müsse. Kürzlich ergab eine EMNID-Umfrage, daß drei Viertel der Wähler rechtsextremer Parteien die aktive Sterbehilfe befürworten.
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