MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Prävention der Ausbreitung von multiresistenten gramnegativen Erregern

Vorschläge eines Experten-Workshops der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie

Preventing the Spread of Multidrug-Resistant Gram-Negative Pathogens: Recommendations of an Expert Panel of the German Society for Hygiene and Microbiology

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 39-45; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0039

Mattner, Frauke; Bange, Franz-C.; Meyer, Elisabeth; Seifert, Harald; Wichelhaus, Thomas A.; Chaberny, Iris F.

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Hintergrund: Infektionen mit multiresistenten gramnegativen Erregern sind schwierig zu therapieren und gehen mit höherer Morbidität und Letalität einher. Die Verbreitung durch direkte Transmission ist beschrieben, und Maßnahmen zum Schutz der Mitpatienten erscheinen sinnvoll und notwendig. Obwohl evidenzbasierte Empfehlungen dringend benötigt werden, sind aufgrund der unzureichenden Studienlage akzeptierte Empfehlungen nicht verfügbar.

Methoden: Die ständige Arbeitsgemeinschaft Allgemeine und Krankenhaushygiene und die Fachgruppe Infektionsprävention und Antibiotikaresistenz in der Krankenhaushygiene der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) initiierten einen Experten-Workshop, um Kenntnisse zur Epidemiologie und Diagnostik multiresistenter gramnegativer Erreger (MR-GNE) zusammenzutragen. Darüber hinaus wurden selektive Literaturrecherchen unter besonderer Berücksichtigung von nationalen Leitlinien durchgeführt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Eine Multiresistenz gramnegativer Erreger wird definiert. Abhängig vom Risikoprofil der klinischen Umgebung werden Empfehlungen zum Umgang mit kolonisierten und infizierten Patienten im Nichtausbruchsfall gegeben. Die Autoren weisen darauf hin, dass die hier vorgestellten Empfehlungen großenteils nicht evidenzbasiert sind und daher mehrheitlich als Expertenmeinung einzustufen sind.

Die Epidemiologie nosokomialer Infektionen wird in Deutschland seit mehr als zehn Jahren im Rahmen des „Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System“ (KISS) vom Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Surveillance von nosokomialen Infektionen dokumentiert. Zu den häufigsten Erregern nosokomialer Infektionen der unteren Atemwege auf Intensivstationen gehören nach Staphylococcus aureus (21,3 pro 100 Infektionen) gramnegative Erreger, wie Pseudomonas aeruginosa (18,1 %), Klebsiella spp. (12,6 %), Escherichia coli (11,7 %) und Enterobacter spp. (8,6 %) (1).

Von besonderer Bedeutung ist die Zunahme der Resistenz gegen Gruppe-3-Cephalosporine (G3C) bei Enterobacteriaceae. Die „Surveillance der Antibiotika-Anwendung und der bakteriellen Resistenzen auf Intensivstationen“ (SARI) zeigt, dass es zwischen den Jahren 2001 und 2009 zu einem stetigen Anstieg bei G3C-resistenten Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae von 1,2 auf 11,0 %, beziehungsweise von 3,8 auf 12,5 % gekommen ist. Die Grafik stellt die Entwicklung der multiresistenten Erreger pro 1 000 Patiententagen aufgeschlüsselt nach Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE), Imipenem-resistenten Acinetobacter baumannii sowie G3C-resistenten Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae dar (2, 3).

Darstellung von Inzidenzdichten von 55 Intensivstationen, die am SARI-Projekt teilnehmen.
Grafik
Darstellung von Inzidenzdichten von 55 Intensivstationen, die am SARI-Projekt teilnehmen.

Infektionen mit multiresistenten gramnegativen Erregern (MR-GNE) sind im Vergleich zu empfindlichen GNE mit einer bis 21 % höheren Letalität assoziiert und führen zu einem verlängerten stationären Aufenthalt sowie zu höheren Kosten (e1e5). Die Letalität bei Bakteriämien von Patienten mit einer Klebsiella pneumoniae, verursacht durch Extended-spektrum Betalaktamasen (ESBL)-bildende Erreger, liegt deutlich über der Letalität von Patienten mit Nicht-ESBL-Bildnern (64 % und 14 %) (e6). Sie ist insbesondere innerhalb der ersten 25 Tage durch die Verzögerung einer effektiven Therapie erhöht (e7). Die Letalität einer Bakteriämie mit multiresistenten Pseudomonas aeruginosa beträgt 30,7 %, die einer mit sensiblen hingegen 17,8 % (e8). Auch diese Infektionen gehen mit einer verlängerten stationären Verweildauer und erhöhten Kosten einher (e9).

Im Rahmen von Ausbrüchen wurde die Übertragung von MR-GNE zwischen Patienten beobachtet (e10e12). Es gibt nur wenige Studien zur Transmission in der endemischen (das heißt Nicht-Ausbruchs-) Situation. In vier Studien beobachtete man bei 7 (5 %) von 147 Patienten, bei 3 (13 %) von 24 Patienten, bei 14 (52 %) von 27, und bei 5 (2,8 %) von 177 Patienten Übertragungen von ESBL-Bildnern (e13, e14, 4, 5). Die Transmissionsdichte von ESBL-Bildnern wurde mit 0,9 pro 1 000 Expositionstage (4,2 im Krankenhaus und 0,4 im Pflegeheim) beobachtet (4). Der Anteil, der durch Transmission verursachten Nachweise multiresistenter gramnegativer Enterobacteriaceae und Nonfermenter in der endemischen Situation wurde an 18 niederländischen Krankenhäusern in einer weiteren Studie untersucht (6). Dabei lagen die Inzidenzdichten von MR-GNE zwischen 0,8 und 10,7 pro 10 000 Patiententagen und die Transmissionraten (Patienten mit vermutlich übertragenen MR-GNE bezogen auf Patienten mit nicht nosokomial übertragenen MR-GNE) zwischen 0 und 15 %.

Europaweit ist im Rahmen der mikrobiologischen Surveillance ein Anstieg von Carbapenem-resistenten gramnegativen Erregern zu beobachten. Diese erst seit kurzem auftretenden „neuen“ Resistenzen stellen eine Herausforderung hinsichtlich der mikrobiologischen Diagnostik und der Infektionskontrolle dar (7). Bei stichprobenweise abgefragten mikrobiologischen Datenbanken auf Carbapenemresistenz bei E. coli oder K. pneumoniae scheinen diese nach der persönlichen Erfahrungen der Autoren in Deutschland noch recht selten aufzutreten (8).

Die Ausbreitung der Enterobacteriaceae und Nonfermenter wird neben der direkten Transmission auch durch die Umweltresistenz der Erreger mitbestimmt. Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeruginosa können mehrere Tage, Acinetobacter baumannii mehrere Wochen auf Oberflächen überleben (9, 10, e15, e16).

Labordiagnostik von ESBL und anderen Betalaktamasen

Die enzymatische Inaktivierung durch Betalaktamasen ist die häufigste Ursache der Betalaktamresistenz gramnegativer Erreger. ESBL und Spezies-spezifische sogenannte AmpC-Betalaktamasen zeigen ein erweitertes Substratspektrum, das neben Penicillinen auch alle Cephalosporine umfasst.

Resistenzen gegenüber Carbapenemen werden durch einen Verlust von bestimmten Kanalproteinen der äußeren Membran (Porine) oder durch die Expression von Carbapenem-hydrolysierenden Betalaktamasen (Carbapenemasen) verursacht (11).

Die Resistenzbestimmung bei gramnegativen Erregern erfolgt mit Hilfe standardisierter Tests. Man unterscheidet zwischen phänotypischen und genotypischen Methoden (12, e17). Eine ESBL-Verdachtsdiagnose wird gestellt, wenn die Empfindlichkeit gegenüber den Indikatorcephalosporinen Cefpodoxim, Cefotaxim, Ceftazidim oder Ceftriaxon eingeschränkt ist. Die Bestätigung erfolgt durch die kombinierte Testung der Indikatorcephalosporine zusammen mit Clavulansäure, wodurch die bei ESBL-Bildnern eingeschränkte Empfindlichkeit teilweise wiederhergestellt wird (e18, e19).

Einige automatisierte Systeme bieten die Kombination von Screening- und Bestätigungstest an. Zusätzliche Testungen sind dann nicht erforderlich (12, e20). Für die phänotypische Bestätigung von AmpC-Betalaktamasen, Metallo-Betalaktamasen und anderen Carbapenemasen sind verschiedene Testsysteme verfügbar, deren Spezifität und Sensitivität jedoch nicht immer befriedigende Ergebnisse liefern (7, 11, e21). Die PCR-Amplifikation und die Sequenzierung von Betalaktamase-/Carbapenemase-Genen (zum Beispiel CTX-M, CMY, DHA, KPC, VIM, SHV, TEM und NDM-1) erlaubt heute die genaue genotypische Identifizierung der hydrolysierenden Enzyme. Diese Untersuchungen sind kosten- und arbeitsintensiv und bleiben bisher Speziallaboren vorbehalten.

Definition multiresistenter gramnegativer Erreger

Häufig werden die Begriffe „multidrug-resistant“ (MDR), „extensive-drug resistant“ (XDR) oder auch „pandrug-resistant“ (PDR) verwendet (13, 14). Genaue Definitionen für MDR und XDR existieren zum Beispiel bei Mycobacterium tuberculosis, und seit kurzem auch für gramnegative Erreger (15, e22). Die Definition der Multiresistenz bei gramnegativen Erregern stellt eine Konsensusdefinition von ECDC („European centre for disease prevention and control“) und CDC („centers for disease control and prevention“) dar, sie ist aber für den Arzt in der Patientenversorgung wegen ihrer großen Komplexität schwer anwendbar.

Eine im Jahre 2004 durchgeführte Umfrage zum Vorgehen bei Patienten mit MR-GNE in deutschen Universitätskliniken zeigte, dass auch in Deutschland viele unterschiedliche Definitionen der Multiresistenz existieren (16).

Eine mögliche Definition für Multiresistenz bei Enterobacteriaceae, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter baumannii basiert auf der Bewertung der vier bakterizid wirkenden Antibiotikagruppen Penicilline, Cephalosporine, Carbapeneme und Fluorchinolone. Aminoglykoside werden nicht herangezogen, da sie nur in Kombination eingesetzt werden sollten; ebenso werden bakteriostatische Antibiotika nicht mitbewertet.

Eine Multiresistenz liegt vor, wenn nur noch Stellvertretersubstanzen aus höchstens einer dieser Antibiotikagruppen sensibel getestet werden (17) (Tabelle 1).

Definition der Multiresistenz von gramnegativen Erregern (MR-GNE)
Tabelle 1
Definition der Multiresistenz von gramnegativen Erregern (MR-GNE)

Diese Definition berücksichtigt auch die Vorschläge einer Konsensusempfehlung für Baden-Württemberg (18), sowie die einer erst kürzlich veröffentlichten Definition multiresistenter gramnegativer Erreger der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) (19). Durch die Testung und Bewertung antibiotischer Leitsubstanzen sollen epidemiologisch häufig auftretende und klinisch relevante Resistenzmechanismen bei Enterobacteriaceae, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter baumannii erkannt werden, um daraus jeweils Vorschläge für Hygienemaßnahmen in der Krankenversorgung abzuleiten.

Für die Enterobacteriaceae (zum Beispiel E. coli oder Klebsiella spp.) wurden Piperacillin/Tazobactam beziehungsweise Cefotaxim als Leitsubstanzen gewählt, weil sie unter den für die antibiotische Therapie vielfach genutzten Penicillinen beziehungsweise Cephalosporinen zu den aktivsten Antibiotika gehören und von den meisten Laboratorien für die Resistenztestung verwendet werden. Bei den Carbapenemen werden drei Leitsubstanzen vorgeschlagen: Imipenem und Meropenem, weil diese Substanzen am häufigsten therapeutisch eingesetzt und von den meisten Laboratorien für die Resistenztestung verwendet werden; Ertapenem, weil die Testung von Ertapenem für die Detektion von Carbapenemasebildnern am besten geeignet ist. Die Gruppe der Carbapeneme wird bei einem intermediären Testergebnis für nur eines der Leitcarbapeneme als resistent bewertet, da in dieser Situation ein Therapieversagen auch bei Gabe anderer Carbapeneme vorkommen kann, obwohl diese noch als wirksam getestet wurden.

Bei P. aeruginosa wurden die Leitsubstanzen Piperacillin oder Piperacillin/Tazobactam für die Gruppe der Penicilline gewählt. Unabhängig von der in-vitro-Testung bewirkt der Betalaktamaseinhibitor Tazobactam in vivo in der Regel keine Verbesserung der Wirksamkeit von Piperacillin gegenüber P. aeruginosa. Werden beide Antibiotika getestet, gilt das Ergebnis der Piperacillin-Testung. Als gegenüber P. aeruginosa wirksamstes Cephalosporin beziehungsweise Carbapenem gelten Ceftazidim beziehungsweise Meropenem. Daher wurden diese Substanzen als Leitsubstanzen ausgewählt.

Innerhalb des Genus Acinetobacter gilt A. baumannii als die klinisch und epidemiologisch wichtigste Spezies. A. baumannii besitzt eine intrinsische Resistenz gegenüber Ampicillin und gegenüber Cephalosporinen der ersten und zweiten Generation. Betalaktamaseinhibitoren, insbesondere Sulbactam, besitzen dagegen eine intrinsische Aktivität gegenüber Acinetobacter baumannii. Entsprechend kann Ampicillin/Sulbactam aufgrund einer Eigenwirkung des Sulbactams in Einzelfällen klinisch wirksam sein. Allerdings sind nach Angaben des European Commitee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) die Testergebnisse für Penicilline unzuverlässig und für Betalaktam-Betalaktamase-Kombinationen sowie für Cephalosporine liegen keine klinischen Daten vor, aus denen eine Wirksamkeit abzuleiten wäre. Daher werden weder für Penicilline, Cephalosporine noch für Betalaktam-Betalaktamase-Kombinationen Grenzwerte für die Bewertung der Empfindlichkeit angegeben. Somit werden diese Antibiotikagruppen für die Bewertung einer Multiresistenz von A. baumannii nicht mit betrachtet. Im Gegensatz zur Situation bei P. aeruginosa hat Imipenem unter den Carbapenemen die beste Wirksamkeit gegen A. baumannii, so dass für A. baumannii Imipenem als Leitsubstanz für die Carbapenemgruppe ausgewählt wurde.

Ciprofloxacin hat unter den Fluorchinolonen die beste Wirksamkeit gegenüber Enterobacteriaceae, P. aeruginosa und A. baumannii und wurde daher für alle Erregergruppen als Leitsubstanz benannt.

Prävention und Kontrolle der Ausbreitung multiresistenter gramnegativer Erreger

Umfangreiche kontrollierte Studien, die eine Beurteilung zusätzlicher Hygienemaßnahmen nach evidenz-basierten Kriterien erlauben, sind derzeit nicht verfügbar (e23). Das folgende Vorgehen basiert auf Einzelstudien und Expertenmeinungen.

Aktives Screening

Aktives Screening kann zum Beispiel eine Eingangsuntersuchung bei bestimmten Patientengruppen oder die Untersuchung von Kontaktpatienten sein. In einer Schweizer Studie wurde durch aktives Screening eine Prävalenz von ESBL-Bildnern von 18 % bei Hochrisikopatienten (vorhergehender stationärer Aufenthalt im Ausland, sowie aus Ländern mit hoher ESBL-Prävalenz) beobachtet (4). Untersuchungen aus Israel und Saudi-Arabien wiesen Kolonisationsraten von 10 bis 26 % auf (e24, e25). Prävalenzen mit ESBL-Bildnern von 51 % wurden bei Bewohnern verschiedener Pflegeheime in Irland nachgewiesen (e26). Ein Aufnahmescreening auf Intensivstationen (ITS) eines süddeutschen Universitätsklinikums zeigte Kolonisationsraten von 3 bis 9 % (20). Allerdings zeigten einige Untersuchungen in der endemischen Situation keine Verminderung der Ausbreitung von MR-GNE durch aktives Screening (6, e27e29).

Die amerikanische Leitlinie des „Healthcare Infection Control Practices Advisory Committees“ (HICPAC) zum Umgang mit multiresistenten Mikroorganismen im Rahmen der medizinischen Versorgung gibt keine eindeutige Empfehlung zu der Frage des aktiven Screenings (21), während die niederländische Richtlinie zum Umgang mit hochresistenten Erregern das aktive Screening bei ausgewählten Patienten empfiehlt (14). Die Empfehlungen für ein aktives Screening durch die CDC hingegen beschränken sich bislang auf Carbapenem-resistente Enterobacteriaceae (22). Zur Orientierung, ob das Krankenhaus überhaupt ein Risiko für Patienten mit Carbapenem-resistenten Enterobacteriaceae hat, wird empfohlen, dass die mikrobiologischen Befunde der vergangenen 6 bis 12 Monate auf den Nachweis von Carbapenem-resistenten Enterobacteriaceae überprüft werden sollten. Des Weiteren empfiehlt die CDC ein aktives Screening nach Kontakt zu Patienten mit diesen multiresistenten Erregern (22). So konnte man durch ein aktives Screening neben anderen multimodalen Infektionskontrollmaßnahmen mehrere Ausbrüche mit Carbapenem-resistenten Enterobacteriaceae beherrschen (e24, e28, e29).

Ein aktives Screening ist bei Kontakten zu Patienten mit Carbapenem-resistenten gramnegativen Erregern (Enterobacteriaceae und Acinetobacter baumannii) akzeptiert sowie bei der Aufnahme von Patienten aus Hochrisikoländern zu erwägen (4, 5). Ob es grundsätzlich beim Auftreten von MR-GNE sinnvoll ist, bleibt ungeklärt und sollte von der jeweiligen regionalen Prävalenz abhängig gemacht werden (e30).

Zukünftige Studien sollten untersuchen, welche Patientenmaterialien und welche Methoden in der mikrobiologischen Diagnostik für Screeninguntersuchungen am besten geeignet sind. Ganz generell sollten Abstriche von offenen Wunden und die Untersuchung von Trachealsekret bei beatmeten Patienten erfolgen. Darüber hinaus sind Perianal-/Rektalabstriche zum Nachweis von Darmbesiedelungen bei Enterobacteriaceae, Acinetobacter baumannii sowie Pseudomonas aeruginosa sinnvoll.

Isolierungsmaßnahmen

Die HICPAC-Leitlinie empfiehlt bei MR-GNE die Unterbringung in Einzelzimmern oder in der Kohorte (21). Neben der Händedesinfektion werden bei Patientenkontakt Schutzkittel und Handschuhe angelegt. Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ist bei Tröpfchenbildung (zum Beispiel Bronchoskopieren) erforderlich. Im ambulanten Bereich wird die Einhaltung von Standardhygienemaßnahmen als ausreichend angesehen. In der von den CDC und HICPAC aktuellen herausgegebenen „Guidance for control of infections with carbapenem-resistant or carbapenemase-producing Enterobacteriaceae in acute care facilities“ wurden diese Empfehlungen übernommen (22).

In der niederländischen Richtlinie werden Isolierungsmaßnahmen bei allen Patienten mit MR-GNE empfohlen (14), wobei sie nach Erregerart, Resistenzgrad und Krankenhausbereich differenziert: Für MR-GNE in Nicht-Risikobereichen wird eine Barriereisolierung auch ohne Unterbringung im Einzelzimmer akzeptiert. Bei ESBL-Bildnern oder Resistenz gegenüber Carbapenemen wird die Unterbringung im Einzelzimmer immer empfohlen. Stehen Einzelzimmer nicht zur Verfügung, ist eine Barriere-Isolierung möglich, wobei Pflegeutensilien (zum Beispiel Verbandmaterial) patientenbezogen verwendet werden und bei jedem Kontakt mit dem Patienten Handschuhe getragen werden sollten. Findet sich der Erreger in oropharyngealen Materialien, wird zusätzlich ein Mund-Nasenschutz empfohlen. Beim Nachweis multiresistenter Acinetobacter baumannii sind alle genannten Maßnahmen immer erforderlich. So zeigte eine siebenjährige Beobachtungsstudie, dass die Acinetobacter baumannii-Nachweise bei Patienten anstiegen, als man die Einzel- beziehungsweise Kohortenisolierung mit Kittel- und Handschuhpflege aufhob. Nachdem diese Maßnahmen wieder eingeführt waren, konnte die Nachweisrate auf den ursprünglichen Wert gesenkt werden (e31).

Die Wirksamkeit der durch die HICPAC empfohlenen Maßnahmen ist nicht durch kontrollierte Studien belegt. Aufgrund der ansteigenden Prävalenzen von MR-GNE in Deutschland sind aber Empfehlungen von effektiven Hygienemaßnahmen dringend erforderlich. Ein erster Vorstoß in diese Richtung wurde von einigen Hygienikern für Baden-Württemberg unternommen (18).

In den vorliegenden Vorschlägen versuchen die Autoren, in Abhängigkeit von der Resistenzausprägung und der Art der stationären Versorgung der Patienten, Hygienestandards zu entwickeln. Dabei wird zwischen Standardhygienemaßnahmen, erweiterten Maßnahmen mit Kittel, Handschuhpflege, patientenbezogenen Pflegeutensilien und eigener Toilette (Barriereisolierung) sowie Isolierung im Einzelzimmer oder Kohortenisolierung unterschieden (Tabelle 2 und 3). Hierbei ist eine hohe Händehygiene-Compliance genauso essenziell wie der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika (23).

Allgemeine Hygienemaßnahmen im Krankenhaus
Tabelle 2
Allgemeine Hygienemaßnahmen im Krankenhaus
Hygienemaßnahmen bei multiresistenten gramnegativen Erregern (MR-GNE) und ESBL-Bildnern im Krankenhaus
Tabelle 3
Hygienemaßnahmen bei multiresistenten gramnegativen Erregern (MR-GNE) und ESBL-Bildnern im Krankenhaus

Für eine Aufhebung der Isolierung ist es unwahrscheinlich, dass der Patient während seines stationären Aufenthaltes MR-GNE verliert. Eine lang andauernde Kolonisation beobachtete man bei 33 Bewohnern eines Pflegeheimes mit im Mittel 144 Tagen (41 bis 349 Tage). Zwei Drittel der kolonisierten Bewohner hatten mehr als zwei verschiedene multiresistente Spezies. Lediglich bei drei (9 %) Bewohnern wurde eine spontane Eliminierung beobachtet (e32). Auch bei Acinetobacter baumannii und Pseudomonas aeruginosa geht man von lang andauernden Kolonisationszeiten aus (e33). Da bislang unklar ist, ob und wie man Patienten dekolonisieren kann, kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Empfehlung zur Aufhebung spezifischer Hygienemaßnahmen gegeben werden. In einigen der oben erwähnten Empfehlungen wird die Aufhebung der Isolierungsmaßnahmen nach wiederholt negativen Kontrollabstrichen empfohlen (14, 18), was unter pragmatischen Gesichtspunkten akzeptiert werden kann. Darüber hinaus scheint es den Autoren sinnvoll zu sein, Patientenakten zu kennzeichnen (zum Beispiel im Rahmen eines Alert-Systems in Analogie zu MRSA-Patienten) (e34), so dass bei Wiederaufnahme gegebenenfalls Kontrollabstriche erfolgen und Patienten gegebenenfalls isoliert werden können.

Laborsurveillance und Surveillance der betroffenen Patienten

Die große Bedeutung von MR-GNE macht das zeitnahe Aufdecken des sporadischen und epidemischen Auftretens von MR-GNE erforderlich (1, 24). Hierzu bietet sich zunächst die Liste von Erregern mit besonderen Resistenzen und Multiresistenzen nach § 23 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) an, die von den Laboratorien zur Verfügung gestellt wird. Es ist sinnvoll, die hier vorgeschlagenen Definitionen (Tabelle 1) zum Auffinden von MR-GNE zu verwenden, innerhalb der Statistik gesondert auszuweisen und dem Hygienepersonal zu melden. Dabei können MR-GNE für einzelne Stationen dargestellt werden, um Häufungen aufzudecken. Idealerweise meldet man bereits Einzelbefunde dem Hygienepersonal unmittelbar, damit Hygienemaßnahmen beraten werden können.

Aufbauend darauf sollte eine aktive Surveillance durch das Hygienepersonal nach standardisierten Definitionen erfolgen. Diese ermöglicht eine Unterscheidung zwischen nosokomial und außerhalb des Krankenhauses erworbenen Infektionen oder Kolonisationen, die durch ihren Bezug auf Nennerdaten (Patiententage oder Anzahl der Patientenaufnahmen) eine Standardisierung und somit eine sichere Einschätzung von epidemiologischen Entwicklungen erbringen (5).

Zur Aufklärung von Transmissionen kann eine molekulargenetische Typisierung von Erregern und gegebenenfalls eine Bestimmung von Resistenzmechanismen zur Abklärung von epidemiologischen Zusammenhängen und möglichen Infektionsquellen erforderlich werden.

Danksagung Für die aktive Mitarbeit und konstruktiven Diskussionen möchten wir uns herzlich bei Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Wilfried Bautsch, PD Dr. med. Axel Kola und Dr. rer. nat. Yvonne Pfeifer bedanken.

Alle Autoren sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM).

Die Autoren möchten sich bei allen weiteren Mitgliedern der DGHM für die Unterstützung bedanken.

Interessenkonflikt Prof. Chaberny hat Kostenerstattungen von Mölnlycke Healthcare und Vortragshonorare von Roche Diagnostik, DADE Behring und Siemens erhalten.

Prof. Wichelhaus erhielt Beraterhonorare von Almirall und Novartis sowie Vortragshonorare von Pfizer und Novartis.

Prof. Seifert ist als Berater für Astellas, Astra Zeneca und Novartis tätig. Er erhält Honorare als Gutachter von Pfizer, Basilea, Novartis, Bayer, Janssen-Cilag und Astellas. Er erhielt Kostenerstattungen für Kongressteilnahmen sowie Reisekostenerstattungen von Pfizer, Novartis und Astellas und erhielt Vortragshonorare von Bayer Gilead, Janssen-Cilag, Infectopharm, MSD, Novartis, Pfizer und Astellas. Auf ein Drittmittelkonto nahm er Gelder von Astellas, Basilea, Bayer, Novartis und Pfizer an.

Alle anderen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 1. 5. 2011, revidierte Fassung angenommen: 24. 10. 2011

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Iris F. Chaberny
Leiterin der Krankenhaushygiene im
Institut f. Med. Mikrobiologie u. Krankenhaushygiene der MHH
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
chaberny.iris@mh-hannover.de

Summary

Preventing the Spread of Multidrug-Resistant Gram-Negative
Pathogens: Recommendations of an Expert Panel of the German Society for Hygiene and Microbiology

Background: Infections with multidrug-resistant gram-negative bacteria are hard to treat and cause high morbidity and mortality. The direct transmission of such pathogens is well documented, and measures to protect other patients would seem indicated. Nonetheless, evidence-based recommendations are not yet available because of insufficient data from clinical trials.

Methods: An expert panel was convened by two sections of the German Society for Hygiene and Microbiology (the permanent committee on general and hospital hygiene and the special committee on infection prevention and antibiotic resistance in hospitals) to review existing data on the epidemiology and diagnostic evaluation of multidrug-resistant Gram-negative pathogens. The panel carried out a selective review of the relevant literature, with special attention to national guidelines.

Results and conclusion: In this paper, the expert panel presents a definition of multidrug-resistant Gram-negative pathogens and recommends measures for presenting the spread of infection from colonized and infected patients in non-outbreak situations. These measures depend on the risk profile of the clinical setting. They are mostly to be considered “expert opinion,” rather than “evidence-based”.

 Zitierweise
Mattner F, Bange FC, Meyer E, Seifert H, Wichelhaus TA, Chaberny IF: Preventing the spread of multidrug-resistant gram-negative pathogens: recommendations of an expert panel of the German Society for Hygiene and Microbiology. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 39–45.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0039

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit0312

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Darstellung von Inzidenzdichten von 55 Intensivstationen, die am SARI-Projekt teilnehmen.
Grafik
Darstellung von Inzidenzdichten von 55 Intensivstationen, die am SARI-Projekt teilnehmen.
Definition der Multiresistenz von gramnegativen Erregern (MR-GNE)
Tabelle 1
Definition der Multiresistenz von gramnegativen Erregern (MR-GNE)
Allgemeine Hygienemaßnahmen im Krankenhaus
Tabelle 2
Allgemeine Hygienemaßnahmen im Krankenhaus
Hygienemaßnahmen bei multiresistenten gramnegativen Erregern (MR-GNE) und ESBL-Bildnern im Krankenhaus
Tabelle 3
Hygienemaßnahmen bei multiresistenten gramnegativen Erregern (MR-GNE) und ESBL-Bildnern im Krankenhaus
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