ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2012Hagen Pfundner: Lobbyist während einer Zeitenwende

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Hagen Pfundner: Lobbyist während einer Zeitenwende

Dtsch Arztebl 2012; 109(3): A-99 / B-91 / C-91

Zylka-Menhorn, Vera

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Hagen Pfundner, Foto: Roche
Hagen Pfundner, Foto: Roche

Dass Patienten hierzulande schnell Zugang zu medizinischen Innovationen haben, hält Dr. rer. nat. Hagen Pfundner, Vorstandsvorsitzender der Roche-Pharma AG, für eine besondere Stärke des deutschen Gesundheitswesens. Aber mit der neuen Gesetzgebung für Arzneimittel sei eine Zeitenwende eingetreten. „Das AMNOG verändert komplett die Regeln für Bewertung und Erstattung für pharmazeutische Innovationen auf dem deutschen Markt“, sagte Pfundner unmittelbar nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). In dieser Position ist er der oberste Lobbyist für die gesundheitspolitischen Interessen von 45 weltweit führenden Pharmafirmen und ihren Tochterfirmen.

Entmutigen lässt sich der 52-jährige Pharmazeut, der seit 1992 für Roche auch in der Schweiz, Kanada und Schweden tätig war, von der aktuellen Einspardebatte im Gesundheitswesen allerdings nicht: Grundsätzlich akzeptiert Pfundner, dass die Bundesregierung eine Nutzenbewertung für Arzneimittel einführt und den Erstattungsbetrag verhandelt haben will. Damit der Standort Deutschland für die forschenden Arzneimittelhersteller weiterhin attraktiv bleibe und es nicht zu Abwanderungen großer „player“ komme, mahnt der VFA-Vorsitzende „einige wenige, aber dringend notwendige Korrekturen“ an der bestehenden Gesetzes- und Verfahrenslage an. Auch wenn die pharmazeutische Industrie nicht uneingeschränkt beliebt sei, so Pfundner, vertraue man jedoch auf ihre Innovationskraft für Behandlungsdurchbrüche bei den großen Volkskrankheiten. Vera Zylka-Menhorn

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