ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2012Wilhelm Börner †: Nuklearmediziner der ersten Stunde

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Wilhelm Börner †: Nuklearmediziner der ersten Stunde

Dtsch Arztebl 2012; 109(4): A-157 / B-145 / C-145

Reiners, Christoph

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Wilhelm Börner, Foto: privat
Wilhelm Börner, Foto: privat

Am 14. November 2011 ist Prof. Dr. med. Wilhelm Börner, Würzburg, im Alter von 84 Jahren gestorben. Mit seinem Tod verlieren die Patienten einen hoch geschätzten Arzt, die Nuklearmedizin einen „Mann der ersten Stunde“ und die Universität Würzburg einen engagierten Wissenschaftler und Hochschullehrer. Seine Schüler und Mitarbeiter trauern um einen väterlichen Chef und Mentor.

Nach dem Studium promovierte Börner auf dem Gebiet der Strahlenbiologie. 1961 wurde er Facharzt für Innere Medizin und habilitierte sich. Ab 1966 leitete er die neu gegründete Isotopenabteilung der Medizinischen Universitäts-Poliklinik Würzburg. 1987 nahm er den Ruf auf den neu errichteten Lehrstuhl für Nuklearmedizin der Universität Würzburg an und wurde zum Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin ernannt, die er bis 1994 leitete.

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Börner ist Gründungsmitglied der Bayerischen, Deutschen und Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Als Ratgeber war er in der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft und der Strahlenschutzkommission des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefragt. Er ist mit einer Vielzahl von Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften geehrt worden. Für sein Lebenswerk verlieh ihm die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin die erste Georg-von- Hevesy-Medaille. Zu seinem wissenschaftlichen Werk zählen mehr als 400 Veröffentlichungen. Im Vordergrund standen dabei Arbeiten zu Schilddrüsenerkrankungen, für die er auch internationale Anerkennung fand. Prof. Dr. med. Christoph Reiners

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