ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2012Pflegeversicherung: Mehr Hilfe für Demenzkranke

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Pflegeversicherung: Mehr Hilfe für Demenzkranke

Dtsch Arztebl 2012; 109(4): A-125 / B-117 / C-117

Osterloh, Falk

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Die Bundesregierung will die Pflege Demenzkranker ab 2013 stärker fördern. So sollen Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz mehr Geld aus der Pflegekasse erhalten. „Weil 70 Prozent der Pflegebedürftigen ambulant betreut werden, wollen wir mit der Pflegereform insbesondere die ambulante Pflege unterstützen“, erklärte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) in Berlin.

Konkret sollen Demenzkranke für Pflegesachleistungen mehr Geld von den Pflegekassen erhalten: 225 Euro im Monat in der Pflegestufe 0, 215 Euro mehr in der Pflegestufe 1 und 150 Euro mehr in der Pflegestufe 2. Auch das Pflegegeld soll angehoben werden. Um die medizinische Versorgung in Pflegeheimen zu verbessern, sollen die gesetzlichen Krankenkassen zudem Kooperationsverträge zwischen Pflegeheimen und „geeigneten Ärzten“ vermitteln, wie es in dem Arbeitsentwurf zur Pflegereform heißt. In diese Richtung gehen auch Pläne, die der Deutsche Hausärzteverband und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste am selben Tag vorstellten.

Die neuen Leistungen sollen durch eine Erhöhung des Beitragssatzes der Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte ab dem 1. Januar 2013 finanziert werden. Dadurch sollen den Pflegekassen 1,1 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stehen. fos

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