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Als deutscher Kinderarzt und pädiatrischer Gastroenterologe in Norwegen lebend, habe ich mit großem Interesse den Artikel von Bufler und Kollegen gelesen. Rezidivierende Magenschmerzen sind ein alltägliches Phänomen in der Kindersprechstunde, sowohl in der Praxis wie im Rahmen einer „second opinion“ in der Klinik. In Norwegen ist seit Anfang des Jahres 2000 Calprotektin im Stuhl als Biomarker für gastrointestinale (GI) Entzündung im klinischen Routinegebrauch. Besonders nützlich ist Calprotektin zur Diskriminierung zwischen organischer und funktioneller Genese der wiederkehrenden GI-Beschwerden, da funktionelle GI-Beschwerden mit einem negativen Calprotektinwert einhergehen. Wie auch bei Bufler und Mitarbeitern angeführt, gehört Calprotektin im Stuhl in Norwegen in die Primärdiagnostik der chronisch rezidivierenden GI-Beschwerden (1). Ein Vorteil ist, dass die Eltern bei negativem Calprotektin beruhigt werden können (eine durchaus wichtige Komponente bei funktionellen GI-Beschwerden). Hinzu kommt, dass bei negativem Calprotektin nur in sehr vereinzelten Fällen endoskopiert werden muss, nämlich dann, wenn Verdacht auf eine andere als entzündliche Genese besteht. Mit anderen Worten trägt der klinische Gebrauch von Calprotektin dazu bei, Endoskopien bei Kindern mit chronischen GI-Beschwerden auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

DOI: 10.3238/arztebl.2012.0110a

Dr. med. Ludger Dorlöchter

Ludger.Dorlochter@helfo.no

Norwegen

Interessenkonflikt
Dr. Dorlöchter erhält Honorare und Kostenerstattungen von der Firma Bühlmann Diagnostics.

1.
Dorlöchter L, Röseth A: Calprotektin im Stuhl – ein zuverlässiger Biomarker für Entzündung im Gastrointestinaltrakt. Kinder- und Jugendarzt. Vol. 42, 2011 (in press).
2.
Bufler Ph, Groß M, Uhlig HH: Recurrent abdominal pain in childhood. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(17): 295–304. VOLLTEXT
1. Dorlöchter L, Röseth A: Calprotektin im Stuhl – ein zuverlässiger Biomarker für Entzündung im Gastrointestinaltrakt. Kinder- und Jugendarzt. Vol. 42, 2011 (in press).
2.Bufler Ph, Groß M, Uhlig HH: Recurrent abdominal pain in childhood. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(17): 295–304. VOLLTEXT

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