ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2012Veronica Carstens †: Engagement ohne Eitelkeit

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Veronica Carstens †: Engagement ohne Eitelkeit

Dtsch Arztebl 2012; 109(6): A-269 / B-235 / C-235

Hibbeler, Birgit

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Authentisch, menschlich und charismatisch – das sind die Adjektive, mit denen Weggefährten Dr. med. Veronica Carstens beschreiben. Die Internistin und Witwe des früheren Bundespräsidenten zählte zu den Menschen, die sich nicht in den Vordergrund drängen müssen, um im Mittelpunkt zu stehen. Popularität und Bescheidenheit waren bei ihr kein Widerspruch. Besonders um die Förderung der Komplementärmedizin hat sie sich verdient gemacht. Am 25. Januar ist sie im Alter von 88 Jahren gestorben.

Veronica Carstens, Foto: Bernardo Friese/Carstens-Stiftung
Veronica Carstens, Foto: Bernardo Friese/Carstens-Stiftung

Die gebürtige Bielefelderin begann während des Krieges ihr Medizinstudium in Freiburg. 1943 lernte sie auf der Hochzeit ihrer Schwester den Juristen Karl Carstens kennen, den sie ein Jahr später heiratete. 1944 und 1945 war sie als Lazarettschwester tätig, wurde dann Hausfrau. Nachdem sie ihr Studium wieder aufgenommen und beendet hatte, bildete sie sich zur Internistin weiter. 1968 eröffnete sie ihre Praxis in Meckenheim, die sie auch in der Zeit als „First Lady“ von 1979 bis 1984 weiter betrieb.

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Bemerkenswert ist ihr Einsatz für eine menschliche Medizin und für alternative Heilmethoden. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie die Karl-und-Veronica-Carstens-Sitftung und den Förderverein Natur und Medizin. Der Brückenschlag von Naturheilkunde und Schulmedizin war ihr ein besonderes Anliegen. Der Stiftung ist zum Beispiel die erste Professur für Komplementärmedizin zu verdanken, die an der Charité eingerichtet wurde. Veronica Carstens war darüber hinaus zehn Jahre Schirmherrin der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft. Birgit Hibbeler

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