ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2012Neue Approbationsordnung: Bundesrat verschiebt Abstimmung

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Neue Approbationsordnung: Bundesrat verschiebt Abstimmung

Dtsch Arztebl 2012; 109(6): A-234 / B-206 / C-206

Hibbeler, Birgit

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Die Entscheidung über die Reform der ärztlichen Approbationsordnung (ÄAppO) verzögert sich. Wann der Bundesrat über die Neuregelung abstimmen wird, steht noch nicht fest. Als Termin war ursprünglich der 10. Februar vorgesehen. Nun aber hat der Kulturausschuss der Länderkammer seine Beratungen zur ÄAppO vertagt. Aus Sicht des Gremiums gibt es Nachbesserungsbedarf.

Mehr Freiheit bei der Wahl des PJ-Platzes: An dieser Forderung droht die neue Approbationsordnung zu scheitern. Foto: dpa
Mehr Freiheit bei der Wahl des PJ-Platzes: An dieser Forderung droht die neue Approbationsordnung zu scheitern. Foto: dpa

Ärzteverbände reagierten mit Unverständnis auf die Verzögerung. Der Hartmannbund sprach sogar von einer Blockade der neuen ÄAppO. Auch die Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd) zeigte sich enttäuscht. Es sei davon auszugehen, dass besonders der Protest des Medizinischen Fakultätentages (MFT) ausschlaggebend gewesen sei, teilte die bvmd mit.

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Tatsächlich hatte sich der MFT gegen die Änderungen beim praktischen Jahr (PJ) ausgesprochen. Die geplante Neufassung der ÄAppO sieht vor, dass die Universitäten deutlich an Einfluss verlieren, was die Verteilung der PJler in eigene Abteilungen und angegliederte Lehrkrankenhäuser angeht. Stattdessen sollen die Studierenden bundesweit zwischen geeigneten Kliniken wählen können.

Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, hatte den Bundesrat dazu aufgerufen, der neuen ÄAppO zuzustimmen. Nun ist nicht nur die Entscheidung zur PJ-Mobilität gestoppt, sondern auch die Abschaffung des „Hammerexamens“. BH

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