ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2012Vorsorge für Kinder: Mehr Sprachstörungen und ADHS

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Vorsorge für Kinder: Mehr Sprachstörungen und ADHS

Dtsch Arztebl 2012; 109(6): A-235 / B-207 / C-207

Osterloh, Falk

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Die Kindervorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 werden sehr gut angenommen. Die Teilnahmerate an den Untersuchungen U3 bis U7 beträgt im Schnitt 95 Prozent; die U7a bis U9 werden zu 85 bis 90 Prozent angenommen. Das geht aus dem Barmer GEK Arztreport 2012 hervor. Besonders gut würden die Untersuchungen im Saarland angenommen, wo Eltern seit 2007 per Brief gezielt eingeladen würden.

Die U-Untersuchungen werden von der großen Mehrheit in Anspruch genommen. Foto: dpa
Die U-Untersuchungen werden von der großen Mehrheit in Anspruch genommen. Foto: dpa

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Rolf-Ulrich Schlenker, lobte das „ausgezeichnete Versorgungsniveau“. Klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken, Scharlach oder Röteln hätten die Ärzte im Griff. Dafür seien neue Kinderkrankheiten wie Sprachentwicklungsstörungen, Neurodermitis und die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) entstanden.

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Bei 10,3 Prozent aller Kinder wurden Sprachentwicklungsstörungen diagnostiziert. Eine Häufung gibt es im sechsten Lebensjahr: 37,8 Prozent der Jungen und 29,6 Prozent der Mädchen erhielten in diesem Alter eine Diagnose. Das habe dazu geführt, dass bei 19,8 Prozent der Jungen und 14,2 Prozent der Mädchen eine logopädische Behandlung verordnet wurde. Allein die Barmer GEK habe dafür 70 Millionen Euro ausgegeben. fos

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