ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2012Klaus Theo Schröder †: Loyal, fair und hochkompetent

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Klaus Theo Schröder †: Loyal, fair und hochkompetent

Dtsch Arztebl 2012; 109(9): A-433 / B-373 / C-369

Stüwe, Heinz

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Klaus Theo Schröder, Foto: dpa
Klaus Theo Schröder, Foto: dpa

„Klaus Theo Schröder war ein hoch geschätzter Fachmann, verlässlicher Verhandlungspartner und immer fair in der Sache.“ So würdigte Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundes­ärzte­kammer, den früheren Staatssekretär im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. Dr. rer. pol. Klaus Theo Schröder ist am 12. Februar, eine Woche nach seinem 64. Geburtstag, einem Krebsleiden erlegen. Er hinterlässt Frau und zwei erwachsene Kinder.

Schröder hat Ministerin Ulla Schmidt (SPD) über ihre ganze Amtszeit von Januar 2001 bis September 2009 loyal zugearbeitet. Dabei wirkte er weit über die normale Rolle des beamteten Staatssekretärs, die des Verwaltungschefs und Problemlösers im Hintergrund, hinaus. Auch in Zeiten verhärteter gesundheitspolitischer Fronten hat er den Gesprächsfaden mit der Ärzteschaft oder den Krankenkassen nicht abreißen lassen. Unermüdlich warb er auf gesundheitspolitischen Foren für die Politik seiner Ministerin, die auch seine war. Eine fundierte Kenntnis des Gesundheitswesens und Erfahrung in der Gesetzgebungsarbeit kamen ihm zugute.

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Geboren in Moers am Niederrhein, hatte Schröder Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften studiert. Im Düsseldorfer Arbeitsministerium machte der Sozialdemokrat auf sich aufmerksam. Er wurde 1994 Staatssekretär für Soziales und Gesundheit in Thüringen und 1999 in Berlin, gefolgt von einem Abstecher zum Rhön-Klinikum. Nach dem Regierungswechsel 2009 wurde Schröder zum Schlichter in Sachen elektronischer Gesundheitsheitskarte berufen und 2011 zum Ombudsmann der privaten Kran­ken­ver­siche­rung. Heinz Stüwe

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