ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996Mitteilungen: Erläuterungen der KBV zu den Beschlüssen des Bewertungsausschusses vom 28. März 1996

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Erläuterungen der KBV zu den Beschlüssen des Bewertungsausschusses vom 28. März 1996

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS A
Beschluß des Bewertungsausschusses zur hausärztlichen Grundvergütung


Mit dem Beschluß des Bewertungsausschusses wird die Anpassung der Bewertung der hausärztlichen Grundvergütung gemäß der gesetzlichen Vorgabe für den Zeitraum des Jahres 1995 formal nachvollzogen.


B
Beschluß des Bewertungsausschusses zur Änderung der Präambel zu Abschnitt O I EBM


Aufgrund einer Entscheidung des Bundessozialgerichts wird die Präambel zu Abschnitt O I EBM dahingehend geändert, daß Überweisungen zur Erbringung von O I-Auftragsleistungen wieder zulässig sind. Diese Auftragsleistungen sind vom ausführenden Arzt ohne Einbeziehung in die begrenzte Gesamtpunktzahl berechnungsfähig. Das entsprechende Punktzahlvolumen wird der Gesamtpunktzahl des überweisenden Arztes angerechnet. Auf diese Weise bleibt die mengenbegrenzende Wirkung des sogenannten O I-Budgets auch in Überweisungsfällen erhalten.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, daß als Folge der neuen Rechtslage auch eine Änderung der Bundesmantelverträge vorgesehen ist.


C
Beschluß des Bewertungsausschusses zu beabsichtigten Änderungen des EBM


In der "Ergänzenden Vereinbarung zur Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes" (Deutsches Ärzteblatt 1995, Heft 39) ist als ein wesentliches Ziel der EBM-Reform die Ausrichtung des Punktzahlvolumens am Gesamtpunktzahlbedarf des Jahres 1994 vereinbart worden. Bei einer anhand repräsentativer Abrechnungsergebnisse festgestellten gravierenden Abweichung ist vereinbart, zum 1. Juli 1996 Maßnahmen zur Punktwertstabilisierung im EBM zu ergreifen. Diese Maßnahmen sollen so gestaltet werden, daß die in der Vereinbarung unter Punkt 1 genannten strukturellen Ziele der EBM-Reform erreicht werden.
Im Beschluß des Bewertungsausschusses vom 28. März 1996 werden unter Punkt C die in diesem Zusammenhang beabsichtigten Budgetierungen ausgewählter Leistungsbereiche aufgeführt. Bei einer solchen Budgetierung sind die jeweiligen Leistungen nur bis zu einer Gesamtpunktzahl berechnungsfähig, welche sich aus dem Produkt einer arztgruppenbezogenen Punktzahl je kurativ-ambulantem Fall (Fallpunktzahl) mit der Zahl der kurativ-ambulanten Fälle ergibt. Dies entspricht im Grundsatz der seit dem 1. Januar 1994 gültigen Regelung für Leistungen des Abschnitts O I des EBM (sogenanntes "Laborbudget").
Mit dem Beschluß wird zugleich angekündigt, bei einer Überschreitung des Punktzahlvolumens des ersten Quartals 1996 gegenüber dem ersten Quartal 1994 von mehr als 20 Prozent die Budgetierungen gegebenenfalls rückwirkend zum 1. Januar 1996 in Kraft zu setzen.

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote