ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2012Uniklinikum Marburg und Giessen: Geplanter Stellenabbau: Kritik von allen Seiten

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Uniklinikum Marburg und Giessen: Geplanter Stellenabbau: Kritik von allen Seiten

Dtsch Arztebl 2012; 109(10): A-460 / B-396 / C-392

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Bis zu 500 Stellen weniger – Dabei fühlen sich die Mitarbeiter bereits jetzt überlastet. Foto: dapd
Bis zu 500 Stellen weniger – Dabei fühlen sich die Mitarbeiter bereits jetzt überlastet. Foto: dapd

Die Rhön-Klinikum AG stößt mit ihren Plänen zum Stellenabbau am Universitätsklinikum Gießen und Marburg auf Kritik. Der Konzern will in den nächsten zwei Jahren bis zu 500 Stellen abbauen. Die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann warf Rhön vor, sich auf „skandalöse Art und Weise“ über die Verpflichtung zur frühzeitigen Information hinweggesetzt zu haben. Sie wolle alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Schaden von der wissenschaftlichen Entwicklung der Hochschulmedizin abzuwenden. Auch die Mitarbeiter des Uniklinikums sind wütend. Sie fühlen sich bereits jetzt überlastet: „Wir arbeiten alle am Anschlag“, sagte der Ärztevertreter Dr. med. Franz-Josef Schmitz. Die Oberbürgermeister der Städte Marburg und Gießen, Egon Vaupel und Dietlind Grabe-Bolz, kritisierten das Vorgehen ebenfalls. Ein Universitätsklinikum dürfe sich nicht nur am Gewinn orientieren.

Obwohl der Konzerngewinn zuletzt um elf Prozent auf 161 Millionen Euro gestiegen ist, sieht sich Rhön zu Einsparungen gezwungen. Ein Sprecher des Uniklinikums sagte, man stehe aufgrund des enormen Kostendrucks im Gesundheitswesen vor einem „massiven Problem“. In Kürze sollen eine Unterschriftenaktion, Demonstrationen und Aktionen im Internet gestartet werden. Protestforen planen auch die Betriebsräte des Uniklinikums. JP

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